Kirchheim. Mit großer Spannung blicken die Verantwortlichen des VfL Kirchheim II nach Köngen. Im Spitzenspiel der Bezirksliga erwartet der zweitplatzierte TSVK Spitzenreiter SC Geislingen. Aufgrund des besseren Torverhältnisses könnte der Spitzenreiter mit einem „Dreier“ den Aufstieg schon frühzeitig perfektmachen – dies wäre auch der Wunsch von VfL-Trainer Stefan Haußmann: „Wir haben nur noch eine realistische Chance, wenn der TSV Köngen nicht gewinnt.“ Was schwer vorstellbar ist, denn der TSV Köngen hat in den bisherigen 14 Heimspielen nur einmal gegen den FV Neuhausen (2:2) unentschieden gespielt, ansonsten immer gewonnen. Auf der anderen Seite ist der SC Geislingen die mit Abstand beste Auswärtsmannschaft der Liga. In 14 Spielen holte die Elf von Trainer Andreas Strehle 35 Punkte.
Bei einer Niederlage des TSV Köngen und einem Heimsieg des VfL Kirchheim II im Stadtderby gegen den AC Catania Kirchheim würde dies für die Oberligareserve den Sprung auf den zweiten Tabellenplatz bedeuten – ein Traum, der bei Trainer Haußmann noch nicht ausgeträumt ist: „Der TSV Köngen hat sein letztes Spiel beim TV Unterboihingen auch noch nicht gewonnen, deshalb müssen wir hellwach sein und unsere letzten beiden Spiele gewinnen.“
Dies dürfte den italienischen Stadtrivalen allerdings nicht einfach werden, denn der AC Catania hat in dieser Sasion schon oft bewiesen, vor allem gegen Spitzenteams der Liga eine gute Leistung zu zeigen. Mutmacher für den VfL: In der Vorrunde kam das Team zu einem 2:0-Erfolg.
Mit dem TSV Neckartailfingen (32 Punkte), dem VfB Oberesslingen/Zell (28), dem TSV Grötzingen (27) und der SGEH (24) kämpfen noch vier Mannschaften um die restlichen beiden Abstiegsplätze (der TSV Harthausen ist schon abgestiegen) und den Abstiegsrelationsplatz. Dabei steht die SGEH vor einem schweren Restprogramm – am Sonntag gegen den Tabellenvierten 1. FC Heiningen und am letzten Spieltag beim Tabellensiebten FTSV Kuchen. „Wenn wir es realistisch betrachten, haben wir keine Chance mehr, aber wir werden alles versuchen“, sagt SGEH-Trainer Pedro Pereira. Das größte Problem dürfte sein, dass die SGEH es nicht mehr selbst in der Hand hat.
Bereits in der Vorrunde hatte sich abgezeichnet, dass der Zusammenhalt bei der SGEH nicht der beste war. Das Ergebnis spiegelt sich in der Tabelle wider. „Es wäre schon bitter, mit solch einem Kader absteigen zu müssen“, erklärt Pereira. Es gibt nur noch wenige, die daran glauben, dass die Elf von der Berghalbinsel nicht in die Kreisliga A absteigen wird. „Wenn wir absteigen sollten, wäre es der beste Weg für einen Neuanfang“, sagt Pereira. Auf der Berghalbinsel wird es einen Umbruch geben und dieser soll mit Pereira vollzogen werden: „Wir werden versuchen, zwei, drei Leistungsträger zu halten, ansonsten setzten wir auf unsere Jugend.“
Mit Felix Hummel (kam in der Rückrunde schon zum Einsatz) und Dennis Oswald kommen zwei sehr talentierte Spieler von den A-Junioren. „Die Mannschaft wird ein ganz anderes Gesicht haben“, freut sich der SGEH-Coach schon jetzt auf eine interessante Aufgabe.
Die besten Chancen, den Klassenerhalt bereits am Sonntag perfekt zu machen, hat der TSV Neckartailfingen. Im Heimspiel gegen den TSV Harthausen ist ein Sieg und die damit verbundene Rettung fest eingeplant. Der VfB Oberesslingen/Zell gegen den TV Unterboihingen hat genauso ein schweres Restprogramm wie der TSV Grötzingen, der am Sonntag den VfB Reichenbach erwartet und im letzten Spiel beim 1. FC Heiningen spielt. In den restlichen beiden Spielen zwischen dem FV 09 Nürtingen gegen den FTSV Kuchen und dem FV Neuhausen gegen den GSV Dürnau geht es nur noch um eine bessere Platzierung.
