Dettingen und Grafenberg liefern sich in unmittelbarer Nähe am Wochenende ein Fernduell
Sportfreunde sorgen weiter für Spannung

Der Kampf um die Meisterschaft in der Fußball-Kreisliga A 2 ist auf der Zielgeraden spannender denn je. Nachdem der VfB Neuffen sich aus dem Titelrennen verabschiedet hat, konzentriert sich alles auf das Duell des Spitzenreiters aus Dettingen mit Verfolger TSV Grafenberg.

Kirchheim. Beide Mannschaften müssen am Sonntag auswärts ran und spielen dabei nur einen Steinwurf voneinader entfernt an der Großbettlinger Straße. Während Spitzenreiter Dettingen beim derzeit eher schwächelnden TSV Raidwangen zu Gast ist, gastiert der lange Zeit führende TSV Grafenberg bei der Mannschaft der Stunde im Großbettlinger Staufenbühl.

Die Bilanz der Dettinger Sportfreunde ist beeindruckend: 13 Siege und zwei Unentschieden aus den vergangenen 15 Begegnungen. Eine ähnliche Serie hat auf Bezirksebene in dieser Saison nur der TSV Notzingen hingelegt, allerdings eine Klasse tiefer in der Sicherheitsliga. Verständlicherweise fahren die Blocher-Schützlinge mit entsprechendem Selbstvertrauen zum Tabellenfünften aus Raidwangen. Die letzte Dettinger Niederlage datiert vom 17. Oktober vergangenen Jahres. Der Gegner damals: Raidwangen. Die Sportfreunde erlebten ein 0:6-Debakel und setzten anschließend zum Höhenflug an. Spielertrainer Heiko Blocher holt seine Jungs auf den Teppich zurück: „Man verliert ungern zwei Mal in einer Saison gegen die gleiche Mannschaft.“ Umgekehrte Vorzeichen beim Gegner: Wurde der TSV nach dem 6:0 unter der Teck noch als Mitfavorit um die Meisterschaft gehandelt, benötigt der Tabellenfünfte sogar noch zwei, drei Punkte zum sicheren Klassenerhalt. „Wer weiß, in der Vorrunde sind wir auch nach einer Durststrecke nach Dettingen gefahren und haben dann zugeschlagen“, sagt Raidwangens Spielleiter Jürgen Frick.

Nach der erwarteteten 0:2-Niederlage im ersten Teckderby in Dettingen und der überraschenden 2:3-Pleite beim Derby gegen Ötlingen gab es für den TSV Jesingen zuletzt in Frickenhausen wieder ein Erfolgserlebnis. Rang drei ist wieder ernsthaftes Saisonziel. Dazu müsste allerdings ein Dreier gegen den unbequemen TSV Beuren her, gegen den die Jesinger im Hinspiel beim 3:3 nur einen Zähler mitnehmen konnten. Aufpassen muss TSVJ-Spielertrainer Marc Kaisner auf Beurens Torjäger Gökhan Demir, so er denn spielt.“ Beuren hat sich in den vergangenen Wochen Schritt für Schritt aus der Abstiegszone herausgekämpft, der Klassenverbleib ist in greifbare Nähe gerückt. „Vergangenen Sonntag haben wir eine tolle Moral bewiesen und sind ausgerechnet gegen Angstgegner Neckarhausen zurückgekommen, das hat gut getan und zusätzliches Selbstvertrauen gegeben“, sagt TSVB-Coach Stefan Wisniewski.

17 Punkte ergatterte Aufsteiger TG Kirchheim bisher in diesem Jahr. Dank dieser Punkteausbeute darf sich die Mannschaft von Spielertrainer Branko Kalfic berechtigte Hoffnungen auf den Klassenerhalt machen. Sieben Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz sind zwar kein komfortables Polster, aber doch einigermaßen beruhigend. Zuletzt setzte es zu Hause allerdings zwei unnötige Heimniederlagen. Jetzt muss die TG auswärts ran in Neuffen, wo der VfB angeschlagen wirkt: Relegations- wie Titelchancen sind passé – vielleicht die Chance für die Kretzschmar-Schützlinge, das Abstiegsgespenst endgültig zu vertreiben. „Ich bin überzeugt, dass wir nicht absteigen werden, spätestens gegen Kohlberg werden wir den Sack zumachen“, ist TGK-Spielleiter Michael Szeili überzeugt.

Einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt kann der TV Neidlingen machen. Beim Schlusslicht Kohlberg dürfte die Schumacher-Truppe in der derzeitigen Verfassung wohl kaum Federn lassen. Nachdem es der TSV Ötlingen im direkten Duell gegen den TSV Altdorf beim 1:1 vergangenen Sonntag im Rübholz versäumt hat, für eine Vorentscheidung um den unteren Relegationsplatz zu sorgen, heißt es nun übermorgen in Neckartenzlingen, möglichst dreifach zu punkten, um die winzige Chance zu wahren.

Mitkonkurrent Altdorf empfängt den FC Frickenhausen II, der durch die schlechten Resultate in jüngster Zeit gleichfalls noch nicht aus dem Schneider ist. Zu einem brisanten Abstiegsderby kreuzen zwei lokale Erzrivalen übermorgen im Neckarhäuser Beutwang ihre Klingen, wo der TBN im heimischen Erwin-Waldner-Stadion zu späterer Stunde auf die Nürtinger Bezirksligareserve trifft.