Eine Woche, bevor für die Tischtenniscracks in der Region die Rückrunde im Ligenbetrieb beginnt, wird die Sporthalle des Ludwig-Uhland-Gymnasiusms in Kirchheim an diesem Wochenende zur Hochburg der ambitionierten Plattenhatz: Der VfL bittet am Samstag und am Sonntag jeweils ab 9 Uhr zum
58. Mal zu den bundesweit ausgeschriebenen Stadtmeisterschaften.
Das Kräftemessen an den rund 20 Tischen in der Halle an der Hahnweidstraße gilt in Szenekreisen als Fixtermin – auch mangels Alternativen. „Wir sind das einzige Turnier weit und breit“, weiß Rike Gölz aus dem fünfköpfigen Orgateam der 120 Mitglieder starken VfL-Abteilung, die sich nach dem Aus langjähriger Parallelevents wie dem Dreikönigsturnier in Altbach in der Tat als einziger Ausrichter in der Region brüsten darf. Auch wenn die Hochzeiten mit über 400 Teilnehmenden lange vorbei sind, lockt das zweitägige Event seit der Corona-Zwangspause regelmäßig um die 250 Ballkünstler an. „Wenn wir irgendwann wieder an die 300 kommen, wäre das natürlich super“, so Gölz, „aber wir sind mit den Meldezahlen aktuell zufrieden.“
Zumal der organisatorische Aufwand auch so schon groß ist: Rund 40 Helfer müssen mitanpacken, ein Dutzend richtet bereits am Freitagabend die Halle wettkampftauglich her. Größte Unwägbarkeit ist das möglichst genaue Kalkulieren von Essen und Trinken, da nicht ausgeschlossen ist, dass etliche Teilnehmer noch nachmelden. „Gerade Spitzenspieler warten oft gerne bis zum Ende der Meldefrist“, weiß Rike Gölz, die Mitte der Woche von einem ähnlich großen Meldeverhalten wie im Vorjahr berichten kann.
Exotischster Name auf der Liste bis dahin: Thomas Fritsche vom Post SV Chemnitz stellt sich der B-Konkurrenz der Erwachsenen, wie die Herren-Klassen seit dieser Saison offiziell heißen, damit Frauen im Ligenbetrieb in Männerteams antreten können – da das umgekehrt nicht möglich ist, brechen immer mehr reine Frauenteams weg, was sich letztlich auch auf Turnierebene bemerkbar macht. „Eine Damenkonkurrenz gibt es dieses Jahr zum wiederholten Mal nicht“, klagt Rike Gölz. Mit einem ausgedünnten Feld ist auch bei den Senioren zu rechnen, da sich die württembergischen Meisterschaften in der Altersklasse Ü40 aufwärts terminlich traditionell mit den Kirchheimer Titelkämpfen überschneiden. „Wir können mittlerweile gar nicht mehr auf einen anderen Termin als Anfang Januar ausweichen“, weiß Rike Gölz um den proppevollen Wettkampf- und Ligakalender in Land und Region.
An der Vorfreude ändern die nicht wenigen Unwägbarkeiten bei den Turniermachern nichts, im Gegenteil: Das Orga-Team um Rike Gölz, ihren Söhnen Simon und Jonas, ihrem Bruder Franz Glöckner sowie Abteilungsleiter Klaus Hummel denkt vor der 58. Auflage noch lange nicht ans Aufhören. „Alle, die sich anmelden, sollen ein gutes Turnier erleben“, verspricht Rike Gölz, „und wenn dann hinterher alle zufrieden sind, freuen wir uns.“
Weitere Infos zu den Stadtmeisterschaften gibt es unter vfl-kirchheim.de/tischtennis

