TTC Frickenhausen empfängt Ochsenhausen
Stelldichein der
Landesmeister

Derbyzeit im Täle: Mit dem Württemberg-Duell gegen die TTF Ochsenhausen beendet der TTC matec Frickenhausen am kommenden Sonntag ab 15 Uhr die Reihe seiner Bundesliga-Heimspiele 2012/13.

Frickenhausen. Die Oberschwaben kommen als klarer Favorit ins Neuf­fener Tal, sind sie momentan mit 20:6 Punkten doch Spitzenreiter der deutschen Elite-Liga und besiegten zuletzt sogar den jetzt punktgleichen Rekordmeister Borussia Düsseldorf, (3:2). Der TTC rangiert nach der 1:3-Niederlage in Düsseldorf mit 8:16 Zählern auf dem siebten Platz und hat inzwischen keine Chance mehr auf eine Teilnahme an den Play-offs um die deutsche Meisterschaft, für die Platz vier belegt werden müsste.

Ochsenhausen, das im Hinspiel 3:0 gewann, der Täles-Truppe lediglich zwei Satzgewinne gestattete, brennt auf Revanche für die 2:3-Niederlage im Achtelfinale des DTTB-Pokals, als Frickenhausen mit einem überraschenden Erfolg den TTF den fest eingeplanten Start beim Final 8 in der Stuttgarter Porsche-Arena vermasselte. Das tat weh, und das tut den Oberschwaben heute noch weh.

Star der Ochsenhausener ist der Olympiasieger von 2004, der Koreaner Seung Min Ryu (30), Nummer 20 der Weltrangliste. Mit 14:3 Siegen weist er aktuell die zweitbeste Bilanz in der TTBL auf – vor Timo Boll. Der Portugiese Tiago Apolonia, Nummer 43 der Welt, war 2008 in Peking Olympiateilnehmer und gewann 2010 die Austrian Open. Er verfügt über eine frappierende mentale Stärke. Kirill Skachkov ist Russe und auf dem 46. Platz der Weltrangliste notiert. Er feierte 2010 mit seinem damaligen Team Fakel Gazprom Orenburg den Gewinn des ETTU-Cups und wurde vor zwei Wochen an der Seite von Alexey Smirnov (früher ebenfalls TTF Ochsenhausen) Russischer Meister im Doppel. Komplettiert wird die TTF-Mannschaft von Liam Pitchford, einem 19-jährigen Engländer. Er wurde jüngst etwas überraschend Landesmeister in seiner Heimat und bezwang im Finale den für Bremen spielenden Favoriten Paul Drinkhall. Die Stärke des 124. der Welt ist sein Rückhand-Topspin.

Aber auch der TTC Frickenhausen kann zwei frischgebackene Landesmeister aufbieten. Koki Niwa holte sich in Japan die Titel in Einzel und Doppel, und auch der sensationelle Sieg von Steffen Mengel Anfang März in Bamberg gegen Timo Boll ist den Fans noch bestens im Gedächtnis. Abwehr-Ass Yang Wang (Slowakei) ist der dritte TTC-Akteur, der im September im Pokal-Achtelfinale in Frickenhausen mit seinem Sieg gegen Apolonia den entscheidenden Punkt zum 3:2-Erfolg des TTC matec holte.

Der TTC-Manager erwartet „Tischtennis vom Feinsten“ – doch auch er hat keine Erklärung dafür, dass die Mannschaft einmal Weltklasseleistungen zeigt – wie im Pokal gegen Ochsenhausen oder beim 3:2-Heimsieg gegen den 1. FC Saarbrücken TT Mitte Januar – um dann wieder völlig neben sich zu stehen und dem Gegner die Punkte förmlich zu servieren. „Koki Niwa war zuletzt ein richtiges Nervenbündel. Ich hoffe, dass bei ihm der Knoten diesmal platzt und er wieder auftrumpft“, wünscht sich Veith.hb