Fußball-Oberliga: Kirchheimer fegen Durlach mit 5:1 aus dem Turmbergstadion
Sturmwirbel in Nordbaden

Mit einer soliden Leistung und einer in der ersten Spielhälfte hohen Effektivität fand Fußball-Oberligist VfL Kirchheim ges­tern beim ersatzgeschwächten ASV Durlach in die Oberliga-Erfolgsspur zurück. Vor nur 100 Zuschauern besiegte die Kraft-Truppe den Karlsruher Stadtteilclub 5:1 (3:0), rangiert nunmehr auf Platz fünf der Tabelle und kann sogar noch Tabellendritter werden.

Karlsruhe. 15 Kilometer lagen für die Kicker des VfL Kirchheim während der Osterfeiertage zwischen Ohrfeige und Schulterklopfen. Nach der eher schwachen Leistung gegen Tabellenprimus FC Nöttingen am Gründonnerstag (0:2) gelang dem VfL-Team am Ostermontag die Wiedergutmachung in Durlach. Allerdings war die Truppe von KSC-Ex-Profi Rainer Krieg mit dem sprichwörtlich letzten Aufgebot angetreten, die Ersatzbank gar via Telefon­akquise erst eine gute Stunde vor dem Anpfiff mit Akteuren der zweiten (Kreisklasse-B-)Mannschaft komplettiert worden. Als ob VfL-Trainer Rainer Kraft die ASV-Misere geahnt hätte: „Es wird ein schwieriges Spiel, in dem du dich nur blamieren kannst“, hatte er vor der Partie gewarnt.

Schwer taten sich die VfL-Akteure in der Anfangsphase der Partie im Turmbergstadion. Spielerisch überlegen sahen sich die Kirchheimer einer kampfstarken Durlacher Mannschaft gegenüber, die versuchte, das Spiel zu machen. Doch bereits der erste VfL-Konter saß: Youngster André Kriks war auf der linken Seite seinem „Schatten“ Motekallemi entwischt, hatte vors ASV-Tor geflankt, wo Uwe Beran nur noch einzuschieben brauchte (7.). Die Durlacher versuchten weiterhin die Regie zu übernehmen – und liefen dem VfL immer wieder ins offene Messer. Ein Kriks-Schuss aus neun Metern strich knapp vorbei (22.), ehe der zweite Youngster im Team, Abdulsamed Akin, aus acht Metern ASV-Keeper Dohm prüfte. Dessen Abpraller nahm der gut aufgelegte Christian Kuhn dankbar an und versenkte das Leder zum 0:2 (31.). 50 Sekunden später machte es Akin besser, als er nach einer Kriks-Flanke aus sieben Metern zum 0:3 einschob.

Die beste Gästechance hatte ein Ex-Kirchheimer: Kovani Kastriot, bis letztes Jahr noch in der zweiten VfL-Mannschaft, scheiterte am guten Keeper Benny Huber (37.). Nach 45 Minuten hatte der VfL aus vier Chancen drei Tore gemacht.

Die zweite Spielhälfte begann mit einem Paukenschlag. Michael Hofstetter, der neben Chris Eisenhardt im Abwehrzentrum spielte, brachte ASV-Stürmer Stavros Vassiliadis im Strafraum zu Fall. Den fälligen Elfmeter von Dennis Hascher parierte VfL-Keeper Huber, war aber bei dessen Nachschuss zum 1:3 chancenlos (49.). Die Hausherren bekamen nun die sprichwörtliche zweite Luft, warfen alles nach vorne, blieben jedoch im Abschluss harmlos.

Kurz vor Schluss ging dem ASV langsam die Puste aus – er wurde vom VfL daraufhin vollends ausgeknockt. Eine Flanke von Kriks schlenzte Linksverteidiger Mike Baradel in die Maschen (82.), ehe der eingewechselte Ryan Callahan drei Zeigerumdrehungen später wieder nach Kriks-Vorlage den 1:5-Endstand herstellte.