Lokalsport
Tarik Serour schmeißt bei der SGEH hin

Fußball-Kreisliga A2 Nach dem Rücktritt des Spielertrainers wird die Mannschaft jetzt interimsweise von Dennis Oswald und Rüdiger Lechler übernommen. Von Klaus-Dieter Leib

Dennis Oswald (Mitte) übernimmt mit Rüdiger Lechler bei der SGEH vorläufig das Ruder. Foto: Markus Brändli

Drei Tage vor dem Rückrundenstart in der Fußball-Kreisliga A ist SGEH-Spielertrainer Tarik Serour zurückgetreten. „Es hat vieles nicht so gepasst, wie ich es mir vorgestellt habe. Vor allem die schlechte Trainingsbeteiligung während der Vorbereitung hat mich zu dem Entschluss gebracht, sofort aufzuhören“, hat sich der 32-Jährige früher als geplant dazu entschieden, die Brocken hinzuwerfen: „Auf lange Sicht konnte ich mir eine weitere Zusammenarbeit nicht mehr vorstellen und habe deshalb der Vereinsführung schon vor Wochen mitgeteilt, dass ich am Ende der Saison aufhören werde.“

SGEH-Abteilungsleiter Rüdiger Lechler ist es gelungen, schon eine Lösung zu finden. Das wöchentliche Training übernimmt Dieter Hiller, der ehemalige Coach des SV Nabern, und bei den Punktspielen wird die Mannschaft von Dennis Oswald und Rüdiger Lechler betreut. „Es war ein Freundschaftsdienst von Dieter, der bei uns jahrelang großartige Erfolge gefeiert hat“, ist der SGEH-Fußball-Boss überzeugt, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Das erste Punktspiel unter dem neuen Trainerduo bestreitet die SGEH am Sonntag bei der TSuGV Großbettlingen.

Mit dem AC Catania Kirchheim, den SF Dettingen und dem TSV Weilheim stehen drei Teckvereine auf den ersten drei Tabellenplätzen. „Wir sind startklar, und ich bin froh, dass meine Jungs die harte Vorbereitung überlebt haben“, blickt Catania Spielertrainer Cosimo Attorre auf eine intensive Vorbereitung zurück. Nach einer überragenden Vorrunde steht die Elf auf dem ersten Tabellenplatz, und der 39-Jährige ist mittlerweile froh darüber, dass seine Mannschaft in der vergangenen Saison nicht aufgestiegen ist: „Wir sind mental stärker geworden und wollen nun versuchen, das Maximale herauszuholen.“ Deshalb ist zum Auftakt gegen den TSV Harthausen ein Heimsieg fest eingeplant.

„Die Jungs sind heiß“

Mit drei Punkten weniger stehen die SF Dettingen auf dem zweiten Tabellenplatz. Für die beiden neuen Trainer Roland Schumacher und Frank Hermann beginnt die Rückrunde mit einer englischen Woche. Nach der kurzen Vorbereitung ist Schumacher überzeugt davon, dass seine Mannschaft fit für den Rückrundenstart ist: „Die Jungs sind heiß, und wenn wir unsere Stärken auf den Platz bringen, wird es sehr schwer werden, uns zu schlagen.“ Das Einzige, was dem Dettinger Übungsleiter etwas Sorgen bereitet, ist, dass seine beiden „Sechser“ auszufallen drohen. Jannis Mayer konnte wegen Magen-Darm-Problemen und Gabriele Rizzo wegen einer Erkältung die ganze Woche nicht trainieren. Mit Sicherheit nicht zur Verfügung stehen Ismail Kisa (Bänderdehnung) und Florian Gräter (privat verhindert). Ob die Begegnung bei der SGM Höllbach auf dem Altenrieter Rasenplatz überhaupt ausgetragen werden kann, entscheidet sich kurzfristig.

Bei sechs Punkten Rückstand auf Platz eins haben die Verantwortlichen beim TSV Weilheim die Hoffnungen, am Ende der Runde ganz oben zu stehen, noch nicht aufgegeben. „Es werden noch 48 Punkte vergeben, deshalb ist noch alles möglich“, sagt der Weilheimer Trainer Salvatore de Rosa. Nach dem Neuanfang zu Beginn der Saison hat der Weilheimer Coach einen richtig guten Job gemacht, denn nicht viele Fußball-Experten hätten damit gerecht, dass die Limburgstädter ganz oben mitspielen werden. In der Zwischenzeit ist es dem TSVW-Trainer gelungen, ein schlagkräftiges Team zusammenzustellen, das durchaus in der Lage ist, bis zum Ende der Saison im Aufstiegsrennen ein Wörtchen mitzureden. Im Heimspiel gegen den TSV Neckartailfingen will der ehemalige Landesligist seine imposante Heimbilanz von sieben Siegen aus sieben Spielen mit einem Erfolg weiter ausbauen.

Der TV Neidlingen erfüllte die eigenen Erwartungen bisher nicht. Bei zehn Punkten Rückstand auf die Tabellenspitze wäre es vermessen, daran zu glauben, ins Meis­terschaftsrennen noch mit eingreifen zu können. Es fehlte letztendlich an der nötigen Konstanz, zu viele Ausrutscher leistete sich das Team von Spielertrainer Patrick Kölle. Erstaunlicherweise wurden alle drei Spiele gegen die drei führende Teams gewonnen. Nach einer durchaus durchwachsenen Vorbereitungsphase dürfen die Neidlinger Fans gespannt darauf sein, wie ihre Mannschaft gegen den VfB Neuffen in das neue Jahr starten wird.

Nach seiner Rückkehr aus den USA hinterließ vor allem Finn Fleischmann in den Testspielen einen positiven Eindruck.