Vier Stunden – länger hat es diesmal nicht gedauert, ehe sämtliche Startplätze für den Teck-Triathlon am morgigen Samstag vergeben waren. Nach der einjährigen Zwangspause ist die fünfte Auflage des Ausdauer-Dreikampfs in Bissingen damit so gefragt wie nie zuvor. Zum Vergleich: 2024 hatte es immerhin noch knapp 24 Stunden gedauert, ehe das Teilnehmerlimit erreicht war. „Das ist Rekord“, freut sich Alexander Wendling vom Organisationsteam der Faustball-Abteilung des TV Bissingen.
175 Teilnehmerinnen und Teilnehmer dürfen sich ab 11 Uhr ins Abenteuer aus 400 Metern Schwimmen im Bissinger See, zwölf Kilometern auf dem Rad und sechs Laufkilometern stürzen. 24 Teams sind gemeldet, rund 40 Prozent der Teilnehmer absolvieren den Wettkampf damit als Staffel. Auch mit der Verteilung der Geschlechter sind die Veranstalter zufrieden: Rund zwei Drittel der Gemeldeten sind Männer, ein Drittel Frauen. „Es freut uns sehr, dass wir auf so einen doch ganz guten Mix kommen“, sagt Wendling. Wer bei der Anmeldung zu spät kam, konnte sich lediglich noch auf die Warteliste setzen lassen. Dort stehen inzwischen knapp 50 Namen.
Knapp 100 Helfer im Einsatz
Mehr Teilnehmer zuzulassen, kommt für die Veranstalter trotz der enormen Nachfrage nicht infrage. Rund 95 ehrenamtliche Helfer sind von Donnerstagabend an in verschiedenen Schichten im Einsatz. Die meisten kommen aus der eigenen Faustball-Abteilung, hinzu kommen Unterstützer aus dem Gesamtverein und dem Ort sowie Freunde und Familienmitglieder. „Mehr können wir nicht stemmen“, sagt Wendling. Ohnehin wolle man den Teck-Triathlon ganz bewusst eher klein halten. Stolz sind die Faustballer vor allem darauf, einen Großteil des Aufwands aus der eigenen Abteilung heraus bewältigen zu können. Das sechsköpfige Kernteam bilden Sarah und Patrick Eitel, Sina und Norman Saadé, Philip Schröpfer und Alexander Wendling.
Auch sportlich verspricht die fünfte Auflage einiges. Bei den Männern ist mit Jakob Braun der Sieger der vergangenen Austragung wieder dabei, ebenso fast das komplette damalige Podest. Bei den Frauen sind ebenfalls mehrere der zuletzt vorne Platzierten am Start, Vorjahressiegerin Sandra Langguth fehlt urlaubsbedingt allerdings. Ähnlich sieht es bei den Staffeln aus: Der Titelverteidiger ist nicht gemeldet, dafür kehren die Zweit- und Drittplatzierten zurück.
Behörden geben grünes Licht
Dass am Samstag überhaupt wieder geschwommen, geradelt und gelaufen werden kann, war lange keine Selbstverständlichkeit. 2025 musste der Triathlon wegen der Sanierung des Sportgeländes ausfallen. In diesem Jahr bereitete den Organisatoren vor allem das Genehmigungsverfahren Kopfzerbrechen. Weil Teile der Strecke durch Vogelschutzgebiet führen, hatten sich verschiedene Behörden eingeschaltet. Zwischenzeitlich stand sogar ein Gutachten im Raum, das die Faustballer rund 3000 Euro gekostet hätte.
Inzwischen sind die letzten Hürden genommen. „Es ist alles geklärt, jetzt passt alles“, sagt Wendling. Auch die verkehrsrechtlichen Belange seien geregelt. Der enorme Aufwand hat damit zumindest einen positiven Nebeneffekt: Die notwendigen Genehmigungen sind nun auch für die kommenden Jahre geklärt. Künftig müssen sich die Verantwortlichen also nicht vor jeder Auflage wieder von Neuem durch den Bürokratie-Dschungel kämpfen.
Ursprünglich hatten die Faustballer vor, die fünfte Auflage nach der Zwangspause und mit dem sanierten Sportgelände besonders zu feiern. Davon haben sie inzwischen Abstand genommen. Nach der zeitintensiven Auseinandersetzung mit den Genehmigungen soll die Konzentration ganz auf dem eigentlichen Wettkampf liegen.
Wie groß die Kulisse dabei sein wird, hängt wie immer stark vom Wetter ab. Mit einigen Hundert Zuschauern am Sportplatz und entlang der Strecken unterhalb der Teck rechnen die Veranstalter aber auf jeden Fall.

