Nach zwei Niederlagen in Folge stehen die Landesliga-Handballer der HSG Owen-Lenningen am Samstagabend unter Zugzwang. Vor heimischer Kulisse in der Lenninger Sporthalle will die Tälessieben den Negativtrend stoppen und wieder in die Erfolgsspur zurückfinden. Mit dem TV Neuhausen/Erms II wartet jedoch ein formstarker Gegner.
Während die Mannschaft um HSG-Trainer Volker Pikard mit nun 12:16 Punkten ans Ende des Mittelfelds gerutscht ist, rangieren die Ermstäler mit 14:12 Zählern auf einem soliden sechsten Tabellenplatz. In den vergangenen Spielen offenbarte die Tälessieben zu große Schwankungen. Gegen Zizishausen hakte es vor allem im Angriffsspiel, bei der deutlichen Auswärtsniederlage in Köngen präsentierte sich die Defensive zu anfällig.
Das Hinspiel in Neuhausen verlief über weite Strecken auf Augenhöhe. Lange Zeit schnupperten die OLE-Handballer an einem Punktgewinn, mussten sich am Ende jedoch knapp mit 24:27 geschlagen geben. Eine offene Rechnung, die die Täleshandballer nun gerne begleichen würden. Besonderes Augenmerk wird die HSG-Defensive auf Fabian Hölz legen müssen. Der TVN-Spieler führt mit 130 Treffern die Torjägerliste der Landesliga Staffel 3 souverän an und ist das Herzstück der TV-Offensive. Zudem kehren mit den Brüdern Moritz und Toni Trenkle zwei Ex-Lenninger ins „Täle“ zurück. Die Täleshandballer haben dagegen eine bittere Nachricht zu verkraften. Toptorjäger Luca Bächle wird fehlen. Ein Ausfall, der schwer wiegt und im Kollektiv aufgefangen werden muss. Spielbeginn ist am Samstag um 20 Uhr in der Lenninger Sporthalle.
Topteam an der Lindach
Am Samstagabend wird es ernst in der Weilheimer Sporthalle: Der TSV empfängt um 20 Uhr mit der HSG Ermstal den Tabellendritten. Die Erinnerung an das Hinspiel dürfte bei den Weilheimern noch präsent sein. Damals setzte es eine deutliche Neun-Tore-Niederlage. Vor allem im Angriff lief wenig zusammen: zu viele technische Fehler, zu viele ungenutzte Chancen, fehlende Durchschlagskraft aus dem Rückraum. Am Ende stand eine verdiente Niederlage.
Doch seit dem Jahreswechsel hat sich beim TSV einiges getan. Die Mannschaft wirkt stabiler, strukturierter – und vor allem deutlich effizienter im Abschluss. Die Trendumkehr ist sichtbar: bessere Entscheidungsfindung im Positionsangriff, mehr Tempo über die erste und zweite Welle und eine klar verbesserte Chancenverwertung. Auch defensiv steht das Team kompakter, unterstützt von einer engagierten Torhüterleistung.
Mit der HSG Ermstal kommt nun allerdings ein echtes Kaliber nach Weilheim. Der Tabellendritte überzeugt mit eingespielten Abläufen, körperlicher Präsenz und einem variablen Angriffsspiel. Für den TSV wird es entscheidend sein, von Beginn an wach zu sein und sich nicht wieder früh ins Hintertreffen bringen zu lassen. Gelingt es, das eigene Tempospiel aufzuziehen und die Chancen konsequent zu nutzen, ist vor heimischem Publikum für die Weilheimer durchaus eine Überraschung möglich. ras/js
So wollen sie spielen
HSG Owen-Lenningen: Bächtle, U. Raichle – Bader, T. Baumann, Blumauer, Epple, Kiedaisch, Köbel, Lubkowitz, Maiwald, M. Raichle, Renz, Ruß, Schmidt, Stoll, Tombrägel
TSV Weilheim: Renneberg, Negwer, Hartmann, Schumacher, Latzel, Sigel, Gotthardy, Klett, Rapp, Martin, Kruschina, Stark, Goll, Stelzer

