Noch keine Siege für TSVW und SGL
Teckteams wollen Auswärtstrendwende

Während die Handballer des TSV Weilheim heute bei der SG Hegensberg/Liebersbronn den ersten Auswärtssieg der Bezirksligasaison anpeilen, muss bei der SG Lenningen vor der Heimpartie gegen Neckartenzlingen das Saisonziel korrigiert werden.

Weilheim/Lenningen. Im zweiten Anlauf werden die Weilheimer Handballer heute Abend um 20.15 Uhr bei der SG Hegensberg/Liebers­bronn versuchen, ihren ersten Auswärtserfolg zu verbuchen. Nachdem die drei Heimspiele allesamt gewonnen wurden, sieht die Auswärtsbilanz bis dato miserabel aus. Zwar mussten die Weilheimer bis jetzt nur einmal in fremder Halle antreten, doch die Leistung beim 25:26 Anfang Oktober in Denkendorf war allenfalls 15 Minuten lang auf Normalniveau. Den Gastgebern, die damals wie der heutige Gegner am Tabellenende standen, verschaffte der TSVW so die ersten Punkte und verhalf ihnen zurück in die Spur. Die Hegensberger haben mit aktuell 1:5 Punkten ihren Saisonstart vermasselt. Zuletzt verloren sie just gegen den TSV Denkendorf, für den in der Woche zuvor der TSV Weilheim ein gern gesehener Gast war.

TSVW-Trainer Thomas Burger hat seine Jungs jedoch unter der Woche bereits gewarnt: „Die Qualität des Kaders der SG ist weitaus besser, als es das Tabellenbild widerspiegelt.“ Um nicht wieder als Aufbaugegner für ein Kellerkind zu dienen, muss sich die Limburgsieben im Vergleich zum Heimspiel gegen Wolfschlugen steigern. Eine Abwehrleistung mit 21 Gegentoren in einer Halbzeit soll eine Ausnahme bleiben und das Angriffsspiel von Anfang an mit der nötigen Laufbereitschaft umgesetzt werden.

Patrick Auweter kehrte mit genähter Platzwunde an der Oberlippe wieder in das Mannschaftstraining zurück und wird für die Mission „Erste Auswärtspunkte“ zur Verfügung stehen. Fraglich aufgrund von muskulären Problemen ist hingegen der Einsatz von Timmy Hiller. Er zog sich vergangene Woche eine Oberschenkelprellung zu. Die Entscheidung über einen Einsatz wird vermutlich erst in der Aufwärmphase fallen.

Mit der heutigen Partie beginnt für die Weilheimer übrigens eine Auswärtsserie von drei Spielen, die richtungsweisenden Charakter hat. Ein positiver Start gegen die SG Hegensberg/Lie­bersbronn wäre für den weiteren Verlauf Gold wert, jedoch muss man dafür an die Leistungsgrenze gehen und den nötigen Willen an den Tag legen.

Bei der SG Lenningen muss vor dem morgigen Heimspiel gegen den TSV Neckartenzlingen derweil das Saisonziel korrigiert werden – vom Kampf um den Aufstieg kann man sich nach nur zwei Siegen aus fünf Spielen vorerst verabschieden. Man kann es auf einen Nenner bringen: Zu Hause hui, auswärts pfui. Gegen Leinfelden-Echterdingen, Weilheim und zuletzt gegen Uhingen/Holzhausen gab es deutliche Niederlagen – alle drei Spiele wurden jeweils mit sechs Toren Unterschied verloren. Deshalb kann die Tabellenspitze nur durchs Fernglas wahrgenommen werden. Für bessere Sichtverhältnisse kann jetzt ein Heimsieg gegen den TSV Neckartenzlingen sorgen. Doch Achtung: Der Fast-Absteiger der Vorsaison hat sich mit 4:4 Punkten im Mittelfeld eingenistet.

Im Lenninger Mittwochtraining wurde das Uhingen-Spiel analysiert. Die Mängelliste war lang. Knackpunkt war die fehlende Angriffsdisziplin. Co-Trainer Jochen Renz brachte es auf den Punkt: Hektik in jedem Trikot und dadurch der viel zu schnelle Abschluss. Und wenn dann die Chance da war, fehlte es an Präzision. „Wir sind da in die Konterfalle getappt“, gestand Linkshänder Timo Haid. Da war klar, dass am Mittwoch keine Streicheleinheiten verteilt wurden. Klaus Wöller packte den „Strafenkatalog“ aus. Man darf gespannt sein, ob den „Neckargänsen“ die Flügel gestutzt werden können. Peter Bächle ist durch einen privaten Termin verhindert. Beim TSV sollten besonders die Aktionsradien von Tobias Schmid und Florian Greiner eingeengt werden.

Spielbeginn ist am Sonntag um 17 Uhr, Sporthalle Lenningen.tk/döl

TSV Weilheim: Illi, Müske – F. Zettl, T. Sigel, Seyferle, Banzhaf, Auweter, Dotschkal, Hiller (?), Fehringer, D. Zettl, Klein, S. Sigel, Klett

SG Lenningen: Carrle, Lamparter – Austen, M. Bächle, Haid, Pisch, Renz, Rieke, K. Ringelspacher, O. Ringelspacher, Schmid, Wald, Wiesinger