Lokalsport
TG trotzt Dieben mit Humor

Dass nicht nur aller guten Dinge drei sind, muss die TG Kirchheim zurzeit leidvoll erfahren: Zum dritten Mal binnen sechs Wochen ist ins Vereinsheim eingebrochen worden. Obwohl der Schaden groß ist, nehmen‘s die Verantwortlichen mit Humor.

Kirchheim. „Vielleicht sollte ich ab sofort auf einer Liege in der Gaststätte schlafen, dann bin ich beim nächsten Mal gleich zur Stelle“, sagt TG-Fußball-Abteilungsleiter Wolfgang Kretzschmar mit einem Anflug von Galgenhumor. Nachdem vor drei Wochen bereits Bargeld, zwei Flachbildfernseher und ein Laptop geklaut worden waren, ließen die vermutlich gleichen Diebe nun den letzten verbliebenen TG-Spielball mitgehen. „Ich hätte meine Unterschrift draufsetzen sollen, dann wäre er wenigstens etwas wert gewesen“, lacht Kretzschmar.

Ob sich da etwa ein ehemaliges TG-Mitglied am Verein rächen will? „Alle, die wir mal verärgert haben, sind inzwischen zu alt. Die Täter sind schließlich über den Zaun hinterm Vereinsheim geflohen“, witzelt Kretzschmar weiter – beim letzten „Besuch“ der Diebe hatte eine zuvor installierte Alarmanlage stillen Alarm bei einigen TG-Verantwortlichen zu Hause ausgelöst. Statt die Polizei zu rufen, wollten die (über)eifrigen TGler die Täter lieber auf frischer Tat stellen und fuhren mit eingeschaltetem Fernlicht auf dem Vereinsparkplatz vor – die Diebe bemerkten‘s und türmten über den Zaun Richtung Lindach. „Nicht die Intelligentesten“, urteilt Wolfgang Kretzschmar, „die haben doch tatsächlich noch unverschlossene Türen im Vereinsheim aufgebrochen.“

Die Freunde und Helfer von der Polizei erleben derart dumm-dreiste Diebe nicht zum ersten Mal. „Dass mehrmals hintereinander am gleichen Ort eingebrochen wird, kommt erstaunlich oft vor “, weiß Christine Menyhart von der Pressestelle der Polizei Esslingen. Im Fall der TG gibt es ihrer Auskunft nach noch keine konkreten Hinweise. „Man kann nicht mehr tun, als die Spuren zu sichern und darauf zu hoffen, dass der oder die Täter in ein paar Wochen geschnappt werden“, sagt sie.

Immerhin: Sollte das Diebesgesindel ein viertes Mal zuschlagen, weiß Wolfgang Kretzschmar, der nun eine Videokamera installieren lassen will, wie er den Schaden gegenfinanzieren kann. „Dann müssen wir eben anfangen, unsere Spieler zu verkaufen“, schmunzelt er.