Kirchheim. Sechs Punkte beträgt der Vorsprung der Landesliga-Reserve aus der Limburgstadt auf den ersten Abstiegsplatz. Die Fritsch-Schützlinge tun gut daran, den in dieser Saison angeschlagenen TSV Raidwangen (12.) zu Hause auf Distanz zu halten.
Ansonsten ist der Spieltag von einem Top-Duell und zwei Lokalderbys (VfL II gegen SF Dettingen und AC Catania gegen Holzmaden) geprägt. Im Spitzenspiel empfängt Spitzenreiter FC Frickenhausen den Dritten, die TG Kirchheim. TG-Spielertrainer Gaetano Caruana fährt mit ausgedünntem Kader zur Verbandsliga-Reserve des FCF, erwartet aber trotzdem „ein Duell auf Augenhöhe, bei dem die Tagesform entscheiden wird.“ Ihm stehen mit Kevin Milosevic und Besim Aziraj verletzungsbedingt sowie die noch bis Januar rotgesperrten Francesco Di Martile und Jarryd Schwarz vier wichtige Akteure nicht zur Verfügung. Er selbst und Goalgetter Tiago Santos-Araujo sind wegen grippalen Infekten noch keine sicheren Einsatzkandidaten. „Wir werden trotz allem eine starke Elf auf dem Platz haben und alles in die Waagschale werfen, um Minimum einen Punkt mitzunehmen“, gibt sich Caruana kämpferisch. Bei drei Zählern winkt der TG übrigens Platz eins.
Kämpfen bis zum Schluss wollen sie auch bei der U23 des VfL Kirchheim, aktuell Vorletzter im Tableau. Nach einem kleinen Zwischenspurt von zwei überraschenden Siegen gegen die benachbarte Turngemeinde und Altdorf, setzte es am vergangenen Wochenende auf dem Bühl in Unterlenningen bei Schneetreiben mit 0:6 wieder eine Klatsche. „Wir steigern uns trotz Rückschlägen von Woche zu Woche, und es sind nur sechs Punkte Rückstand. Das können wir in der Rückrunde noch packen. Jetzt wollen wir erst mal Dettingen ärgern“, gibt Kirchheims Teammanager Sven Flegel zu Protokoll.
Nach der 2:3-Heimpleite gegen Neidlingen erwartet SFD-Coach Oliver Klingler von seinen Spielern eine Reaktion. „Wir müssen unserer Favoritenrolle gerecht werden. Aber das wird kein Selbstläufer. Auch wenn wir auf einige Spieler verzichten mussten, ist die Vorrunde für uns nicht gut verlaufen, es gab zu häufig Ausreißer nach unten“, analysiert der Dettinger Übungsleiter, der dennoch als klarer Favorit ins Lokalduell geht.
Ähnlich kleine Brötchen wie der VfL backt derzeit der AC Catania als Schlusslicht der Liga. Gegen Holzmaden sieht Spielleiter Thomas Beller „eine der letzten Chancen, um den Anschluss zu schaffen.“ Die Catanesi sollten dringend punkten, um mit bisher sieben Zählern nicht noch weiter abzufallen. „Jeder Spieler muss wissen, worum es geht. Wenn nicht jetzt, wann dann?“, appelliert Beller an die Einsatzbereitschaft im Team.
Nur zehn Punkte mehr auf dem Konto hat der TSV Holzmaden. Trainer Heiko Blumauer schaut dennoch realistisch nach vorne. „Bei Catania müssen wir gewinnen, weil eine Woche später gegen die TG vermutlich nicht viel drin sein wird. Dann haben wir 20 Punkte zum Jahresabschluss und nur einen weniger als in der Vorsaison.“. Dabei fehlen ihm mit dem nach wie vor verletzten Burak Engin und Timo Spielvogel (beruflich verhindert) zwei Stammspieler.
Befreiungsschlag oder verstärkte Abstiegsgefahr lautet auch die Frage beim TSV Jesingen. „Gegen Grafenberg zu Hause zählt nur ein Sieg“, sagt Jesingens Spielertrainer Marc Augustin. Torjäger Stefan Reim ist für die Partie gegen Grafenberg (14.) wegen eines grippalen Infektes fraglich. Oliver Dudium laboriert noch an einer Wirbelsäulenstauchung.
Auf der Suche nach Konstanz ist der TV Unterlenningen. „Wie die ganze Liga sind wir eine Wundertüte. Wir müssen einfach die Konzentration noch konstanter hoch halten. Mit der bisherigen Entwicklung bin ich dennoch zufrieden“, resümiert Unterlenningens kickender Coach Timo Reinhofer. Die Aufgabe beim Tabellenzweiten wird durch die berufsbedingten Ausfälle von Daniel Deuschle und Ingo Schäfer sicher nicht leichter.
Nach zwei Husarenstreichen in Folge und dem Sprung auf Rang neun will sich auch der TV Neidlingen weiter frei schwimmen. Da scheint der TB Neckarhausen (13.) zu Hause gerade recht zu kommen.