Lokalsport
Titeljubel hoch drei

Ein Spieltag vor Saisonende sind die Meisterwürfel in drei weiteren Spielklassen gefallen. Aus lokaler Sicht am schönsten war der Triumph der SF Dettingen, die mit dem 1:0-Sieg gegen den schärfsten Rivalen TSV Grafenberg den Aufstieg in die Bezirksliga perfekt machten.

Kirchheim. Nach dem Schlusspfiff gab es in Dettingen kein Halten mehr. Fans und Zuschauer stürmten den Platz und feierten mit ihren Spielern ausgiebig den Meister-Coup. Abteilungsleiter Wolfgang Mutzbauer musste die spontane Party im Anschluss kurzerhand verlassen. Mutzbauer war erst kurz vor dem Anpfiff von seinem einwöchigen Urlaub auf Gomera zurückgekehrt und hatte nach den ersten Bierduschen keine Kleidung zum Wechseln mehr. Er besorgte sich zu Hause Ersatz und feierte mit der Mannschaft am Sportheim ausgelassen weiter. „Vorbereitet haben wir heute nichts, aber wir werden es richtig krachen lassen. Die eigentliche Meisterfeier hängen wir an die Saisonabschlussfeier nächs­te Woche dran“, sagte Mutzbauer gestern Nachmittag.

Im Rahmen der Feierlichkeiten heimste sich Platzwart Peter Waimer, der in den letzten Monaten den Rasenplatz bei den SFD in einen hervorragenden Zustand brachte, ein Sonderlob ein.

In Notzingen wurde der Titel in der Kreisliga B4 per 6:1-Heimerfolg gegen Grafenberg II nun ebenfalls endgültig besiegelt. „Spontan ist am schönsten, deshalb feiern wir heute richtig ab, das Abschlussfest gibt es nächste Woche“, freute sich Notzingens Coach Ronald Witt. Die Notzinger waren besser vorbereitet als die Dettinger und stürmten mit den Meister-Shirts das „Dätscher-Fest“ der Gemeinde.

Meisterschaft Nummer drei wurde in der Bezirksliga besiegelt. Nach dem Unentschieden bei Verfolger TSV Köngen ist dem SC Geislingen der Aufstieg in die Landesliga praktisch nicht mehr zu nehmen. Ein heißes Fernduell um Relegationsrang zwei liefern sich am letzten Spieltag noch eben jene Köngener und der VfL Kirchheim II, der durch den Derbysieg gegen den AC Catania (2:1) bis auf einen Zähler an Köngen herangerückt ist. Besondere Brisanz: Die Elf aus der Fuchsgrube muss nun zum Lokalrivalen TV Unterboihingen, der noch gegen den Abstieg kämpft und jeden Punkt benötigt. „Die Hoffnung stirbt zuletzt. Wir müssen unsere Pflicht in Reichenbach erledigen und dann schauen wir nach Unterboihingen und hoffen auf einen Köngener Punktverlust“, gibt VfL II-Coach Stefan Haußmann die Maxime für die Seinen vor. Ein Herzschlagfinale steht bevor.

Ein bisschen weniger Spannung verspricht die Ausgangslage im Kampf um den zweiten Platz in der Kreisliga B6. „Wir sind realistisch. Jesingen lässt sich das nicht mehr nehmen. Wir freuen uns aber schon heute beim Abschlusshock über unseren tollen dritten Rang“, so Na­berns Abteilungsleiter Michael Dangel. Im gleichen Atemzug gab Dangel die Weiterverpflichtung von Trainer Axel Maier für ein weiteres Jahr bekannt.

Nachdem die Klassenerhalts-Hoffnungen der Weilheimer Landesligafußballer auf ein Minimum gesunken waren, folgten zwei Siege. Am Samstag wurde Bad Boll mit 3:0 nach Hause geschickt. „Immer wenn wir gewinnen, gewinnen die anderen auch“, ärgerte sich Weilheims Spielleiter Günther Friess jedoch hernach. Die meisten anderen Konkurrenten im Abstiegskampf bestreiten zudem noch ein Spiel mehr. Weilheims letzte Hoffnungen: sechs Punkte aus den Partien beim Zweiten SF Dorfmerkingen und gegen den Vorletzten Hoffeld, Patzer der Konkurrenz sowie als Zünglein an der Waage der Klassenverbleib von Frickenhausen und Echterdingen in der Verbandsliga.

In letzterem Fall würde Platz zwölf noch zur Relegation reichen. Der TSV Weilheim steht momentan auf Patz 13.