3:2 gegen den FV Plochingen, 4:0 beim TSV Berkheim – mit zwei Siegen ist der VfL Kirchheim optimal in die Bezirksliga-Saison gestartet. Bereits am Donnerstag ab 19.30 Uhr geht es für die Teckstädter weiter mit der Punktejagd. Die ursprünglich für Sonntag geplante Begegnung gegen den FC Donzdorf wurde aufgrund einer Hochzeit in Reihen der Gäste vorverlegt.
Obwohl den beiden Kirchheimer Trainern, Philip Kühnert und Ferdi Er, bisher noch nie der komplette Kader zur Verfügung stand, befindet sich die Mannschaft in beachtlicher Frühform. Ferdi Er will die beiden Erfolge allerdings nicht überbewerten: „Wir haben sicherlich noch Luft nach oben, dazu kommt noch, dass es noch zwei, drei Wochen dauern wird, bis alle Spieler richtig fit sind.“
Bis Donnerstag müssten eigentlich alle Akteure aus dem Urlaub zurück sein, dennoch wird es voraussichtlich keine Veränderungen in der Anfangsformation geben. Mit einem Heimsieg könnten die Teckstädter zumindest bis Sonntagabend die Tabellenführung übernehmen – für Er hätte dies allerdings noch keine Aussagekraft: „Wohin unser Weg gehen wird, da müssen wir noch ein paar Wochen warten.“
Unabhängig davon wird der kommende Gegner für die „Blauen“ der erste richtige Gradmesser sein. Die Donzdorfer sind ebenfalls mit zwei Siegen in die Saison gestartet und stehen nur aufgrund des besseren Torverhältnisses auf dem ersten Tabellenplatz. Seit der ehemalige Kirchheimer Torwart Manuel Doll in der Winterpause die Donzdorfer als Trainer übernommen hat, ging es stetig nach oben. Nach einer schlechten Vorrunde hatte Doll mit einer überragenden Rückrunde großen Anteil am Donzdorfer Klassenerhalt. Für den 40-Jährigen ist die Partie beim VfL Kirchheim mit vielen Emotionen verbunden. „Wenn ich auswärts Punkte liegen lassen müsste, denn am liebsten in Kirchheim“, so Doll, „aber wir werden alles versuchen, um erfolgreich zu sein.“
Die Gäste haben vor der Saison einen großen Umbruch eingeleitet. Neben zwölf Neuzugängen kamen auch noch fünf Eigengewächse, deshalb sehen die Verantwortlichen diese Runde als Übergangsjahr. „Wir haben einen Drei-Jahres-Plan und wollen früher oder später wieder in die Landesliga“, so Doll. Ob es schon in dieser Saison reicht? „Mit dem Riesenumbruch und der jungen Mannschaft wird dies kaum möglich sein.“

