Handball-Bezirksliga: Weilheim und Lenningen vor Pflichtaufgaben
Topteam oder Mittelmaß?

Kein Schutz, um sich zu verstecken. Beide Trainer reden Klartext. Für den TSV Weilheim und die SG Lenningen zählt in der Handball-Bezirksliga gegen schwächere Teams heute Abend nur ein Erfolg. Der TSV empfängt den Tabellenachten HSG Ebersbach-Bünzwangen, Lenningen trifft ebenfalls daheim auf Schlusslicht SG Hegensberg-Liebersbronn.

Weilheim/Lenningen. Der TSV Weilheim steht vor entscheidenden Spielen, die zeigen werden, ob sich die Mannschaft von Thomas Burger berechtigte Hoffnungen auf einen Platz weit oben in der Tabelle machen darf. Mit dem Tabellenneunten TV Altbach kommt heute Abend der vielleicht leichteste Gegner der kommenden Wochen in die Lindachsporthalle. Danach folgen schwere Auswärtsspiele bei der HSG Ebersbach/Bünzwangen und beim TSV Dettingen/Erms. Ein Sieg heute Abend in eigener Halle ist also Pflicht für den TSV Weilheim, zumal es das letzte Heimspiel der Weilheimer in diesem Jahr sein wird:“Es geht auch darum, unsere bisher makellose Heimbilanz zu wahren“, betont Thomas Burger.

In der Tat hat sich der TSV Weilheim in dieser Saison zu einer außerordentlich starken Heimmannschaft entwickelt. Alle vier Spiele zuhause wurden gewonnen. Damit diese Serie hält, muss man im Angriff gegenüber dem vergangenen Wochenende allerdings deutlich zulegen. Elf Treffer in der ersten Halbzeit waren beim 30:25-Erfolg in Neckartenzlingen deutlich zu wenig. Allerdings zieht man in Weilheim auch positive Erkenntnisse aus diesem Spiel. Eine davon ist: Die Defensive in dieser Saison funktioniert konstant zuverlässig und kann Schwächephasen im Angriffsspiel ausgleichen. Vor allem die letzten 20 Minuten, in denen der TSV enorm aufs Tempo drückte und das Spiel drehte, sollte der Mannschaft Selbstvertrauen geben.

Währenddessen beutelt die Erkältungswelle weiterhin die Weilheimer. Nachdem Alexander Müske, Timmy Hiller und Patrick Auweter wieder gesund sind, erwischte es nun Bastian Fehringer. Er wird zumindest zum Kader gehören. Wie lange er durchhält, ist jedoch ungewiss. In der „Ersten“ wieder dabei sein wird zudem Florian Braun, so dass Burger einige Alternativen zur Verfügung stehen.

„Ein Sieg ist Pflicht“, so klar und deutlich formuliert auch Lenningens Trainer Klaus Wöller das Ziel, das er seiner Mannschaft vor dem heutigen Heimspiel (ebenfalls 20 Uhr) gegen die SG Hegensberg-Liebersbronn vorgibt. Will die SG weiterhin vorne dabei sein, gibt es gegen das Tabellen-Schlusslicht keine Ausreden. Wöllers ehrgeiziger Plan: bis Weihnachten keinen Punkt mehr abgeben. Durch die Niederlage der Dettinger am vergangenen Wochenende ist die Tabellenmitte in der Bezirksliga noch enger zusammengerückt. Mit einem Sieg heute könnte die SG an den Ermstälern vorbeiziehen, die es zeitgleich mit dem Tabellenführer aus Uhingen zu tun bekommen. Dazu muss allerdings heute Abend von Beginn an druckvoll und schnörkellos gespielt werden. Die Gäste aus Esslingen sind gute Bekannte. Man kennt sich aus der vergangenen Saison und traf auch in der Vorbereitungsphase beim Vesalius-Cup in Köngen aufeinander. Dabei gab es klare und teilweise sogar hohe Siege für die SG.

Nach dem vermutlich frühzeitigen Saison-Aus für Rückraumspieler Christoph Wiesinger muss Lenningen nun auch noch den Ausfall von Mittelmann Marc Pisch verkraften. Bis Weihnachten wird er auf jeden Fall fehlen, soviel steht fest. Dafür streift sich Nachwuchsmann Tobias Waldörfer wieder das Trikot der ersten Mannschaft über.pa/rs

TSV Weilheim: Illi, Müske; Auweter, Banzhaf, Braun, Fehringer, Hiller, Klein, Klett, Seyferle, S. Sigel, T. Sigel, F. Zettl, D. Zettl

SG Lenningen: Carrle, Lamparter; Haid, Wald, O. Ringelspacher, Austen, Schmid, Renz, Rieke, M. Bächle, K. Ringelspacher, T. Waldörfer