Volleyball: Dettinger Coach muss gegen sein eigenes Team antreten
Trainer in der Zwickmühle

Heimpremiere der kuriosen Art für die Landesliga-Volleyballer des TTV Dettingen: Am Doppelheimspieltag trifft der Aufsteiger am Sonntag auf den SC Weiler, für den der eigene Trainer spielt – Klaudius Scheufele nimmt‘s mit Humor.

Dettingen. Stell dir vor, du coachst eine Mannschaft, gegen die du selbst spielen musst – für Klaudius Scheufele wird diese Vorstellung am kommenden Sonntag Realität. Der 22-Jährige aus Weilheim hat als Trainer maßgeblichen Anteil daran, dass Dettingens Volleyballmänner langsam aus dem Schatten der Oberligafrauen heraustreten. Seit er die TTV-Herren betreut, geht‘s steil bergauf – diese Saison mischen die Dettinger als amtierender Bezirksliga-Champion erstmals in der Landesliga mit.

Einer der acht Konkurrenten dort: der SC Weiler, für den Scheufele seit vergangenem Jahr aktiv baggert, pritscht und schmettert. Just gegen den Sportclub aus dem Ebersbacher Teilort müssen die Dettinger am Sonntag vor heimischem Publikum antreten. „Tja, das wird etwas schwierig“, schmunzelt Scheufele, der weder der einen noch der anderen Mannschaft Tipps geben oder gar Schwächen verraten will. „Möge der Bessere gewinnen“, lacht er.

Von der Papierform her müsste das Weiler sein, steht der ehemalige Regionalligist doch mit drei Siegen aus vier Spielen auf Tabellenplatz drei. „Unser Ziel ist der Aufstieg“, sagt Scheufele über den SCW. Bescheidener redet er als Trainer des TTV. „Mit Dettingen wollen wir die Klasse halten.“ Dafür müsste am Saisonende mindestens Platz sechs herausspringen, auf dem die Dettinger nach je einem Sieg und einer Niederlage momentan auch stehen. „Machbar“, glaubt Scheufele, der die Landesliga als sehr ausgeglichen einstuft. „Da kann jeder jeden schlagen.“

Vor dem Derby gegen Weiler, das um 15.30 Uhr beginnt, müssen die Dettinger im ersten Match des Doppelspieltags um 13 Uhr gegen den TV Rottenburg III ran. In dem Spiel wird Klaudius Scheufele noch an der Seitenlinie Kommandos geben, gegen Weiler stehen die Dettinger dann faktisch ohne Coach da. „Die Jungs werden hoch motiviert sein, weil ich gegen sie spiele“, weiß der Trainer, der am Sonntag seine ganz persönliche Zwickmühle erleben wird.pet