Für drei Wernauer Triathleten war der Ironman in Frankfurt vergangenes Wochenende ein Erlebnis, das sie so schnell nicht wieder vergessen werden. Armin Picht, Tobias Buschick und Susanne Noss zitterten, wie viele andere Sportler, bis zum Schluss, ob die Veranstalter das Event wegen der großen Hitze nicht doch noch absagen würden. Am Ende wurde eine Verkürzung der Distanz beschlossen. Nach den 3,8 Kilometern Schwimmen standen „nur“ 125 Radkilometer und ein Halbmarathon auf dem Programm. Arnold Reimche hingegen, der am gleichen Wochenende in Nizza starten wollte, musste unverrichteter Dinge wieder nach Hause fahren, denn der Wettkampf wurde gecancelt.
Die Frankfurt-Starter konnten nun also trotz Hitze zeigen, dass sie in den vergangenen Monaten fleißig trainiert haben. Zunächst ging es im Langener Waldsee auf den üblichen 3,8 Kilometern inklusive eines kurzen Landganges ans Schwimmen. Aufgrund der hohen Wassertemperatur durfte kein Neoprenanzug getragen werden, was sich natürlich auf die Schwimmzeiten auswirkte. Nach dem Wechsel aufs Rad folgte dann schon das erste „Hitzebrett“. Trotz zusätzlicher Verpflegungsstationen lag die Herausforderung darin, sich ausreichend zu versorgen. Richtig krass wurde es dann aber auf der Laufstrecke. Auch wenn statt des Marathons nur die halbe Strecke gelaufen werden musste und die Route zum Teil in schattigere Bereiche umgelenkt wurde, stellte die Anstrengung eine ganz besondere Herausforderung dar. „Wir sind einfach der geilste Verein“, freute sich Tobias Buschick über den kleinen Trias-Fanblock, der überraschend an der Strecke stand und für zusätzliche Motivation sorgte. Am Ende kämpften sich alle drei erfolgreich ins Ziel und konnten den emotionalen Gang über den roten Teppich erschöpft, aber glücklich genießen. Susanne Noss holte sich sogar den Altersklassensieg, der ihr den Europameistertitel und dazu noch einen Startplatz bei der WM auf Hawaii bescherte. Diesen wird sie jedoch nicht in Anspruch nehmen. „Die Zweitplatzierte hat sich total gefreut, und so war das für mich auch schön“, meinte Susanne Noss.

