Handball-Landesliga
TSV Weilheim und HSG OLE: Auf den Fildern und im Filstal werden die Weichen gestellt

Der TSV Weilheim und die HSG Owen-Lenningen stehen am Samstag vor richtungsweisenden Partie in der Fremde.

Gabriel Goll und die Weilheimer werden sich gehörig strecken müssen, um in Bernhausen zu bestehen.  Foto: Thomas Kaltenecker
Gabriel Goll und die Weilheimer werden sich gehörig strecken müssen, um in Bernhausen zu bestehen.  Foto: Thomas Kaltenecker

Für die Landesligahandballer des TSV Weilheim steht am Samstag eine richtungsweisende Partie auf dem Programm. Ab 19.45 Uhr gastieren die Weilheimer im Kellerduell bei EK Bernhausen – für beide ein „Vier-Punkte-Spiel“ im Kampf um den Klassenerhalt. Zumal ein Blick auf die Tabelle zeigt, wie eng die Situation ist. Bernhausen steht aktuell einen Platz vor dem TSVW., beide brauchen dringend Punkte.

Das Weilheimer Team fährt jedoch mit Rückenwind auf die Fildern. Während die Hinrunde noch von wechselhaften Leistungen geprägt war, zeigt die Formkurve inzwischen deutlich nach oben. Die Mannschaft tritt geschlossener auf und hat in vielen Bereichen spürbar zugelegt. Vor allem im Angriff agiert der TSV inzwischen konsequenter. Chancen werden geduldiger herausgespielt und deutlich effizienter genutzt als noch in den ersten Saisonmonaten. Gleichzeitig hat sich auch die Defensive stabilisiert. Die Abwehr steht kompakter, hilft sich gegenseitig besser aus und sorgt dafür, dass sich das Team insgesamt weniger Schwächephasen erlaubt.

Dass diese Entwicklung nicht nur auf dem Papier besteht, zeigte auch das vergangene Wochenende. Gegen den Tabellendritten lieferte Weilheim eine starke Leistung und musste sich am Ende nur knapp geschlagen geben. Trotz der Niederlage war spürbar, dass die Mannschaft aktuell auf einem guten Weg ist. Mit genau diesem Selbstverständnis will der TSV nun auch in Bernhausen auftreten.

Allerdings wartet mit EK Bernhausen ein Gegner, der die Brisanz der Partie ebenfalls kennt. Zudem haben die Gastgeber noch eine Rechnung aus dem Hinspiel offen – oder besser gesagt: einen Vorteil. Damals konnte Bernhausen die Punkte mitnehmen. Für den TSV Weilheim ist klar: Gelingt es, die zuletzt gezeigte Stabilität, den geschlossenen Auftritt und die verbesserte Konsequenz im Angriff erneut auf die Platte zu bringen, dann ist in Bernhausen etwas möglich.

Ums gesicherte Mittelfeld

Auch für Lokalrivale HSG Owen-Lenningen steh am Samstag eine schwierige Auswärtsaufgabe auf dem Programm. Die Tälessieben gastiert ab 19 Uhr beim direkten Tabellennachbarn Kuchen-Gingen-Süssen Handball. Die KuGiS zeichnen sich im bisherigen Saisonverlauf vor allem durch ihre Heimstärke aus, was die Herausforderung für die Mannschaft um Trainer Volker Pikard nicht einfacher macht.

Mit dem 36:32-Erfolg gegen Neuhausen ist es den Täleshandballern gelungen, den Negativtrend der vergangenen Wochen zu stoppen. Durch die beiden Punkte verbesserte die Mannschaft ihr Punktekonto auf 14:16 Zähler und steht weiterhin auf dem achten Tabellenplatz. Der kommende Gegner rangiert mit 9:19 Punkten direkt dahinter auf Rang neun, weist allerdings bereits fünf Punkte Rückstand auf die Täleshandballer auf. Entsprechend richtungsweisend ist die Partie für beide Teams im Kampf um einen gesicherten Platz im Tabellenmittelfeld.

Im Hinspiel hatte die Tälessieben vor heimischer Kulisse knapp die Oberhand behalten. Beim 27:24-Heimerfolg gelang der HSG ein Start-Ziel-Sieg. Daran gilt es nun anzuknüpfen – wohlwissend, dass die Voraussetzungen um den Heimvorteil dieses Mal andere sind. Denn die Mannschaft um KuGiS-Trainer Steffen Schäfer gilt als extrem heimstark, sämtliche neun Punkte holte der Kontrahent in eigener Halle.

Entscheidend wird für die HSG sein, in der Defensive wieder kompakter zu agieren als zuletzt und über die gesamte Spielzeit hinweg die nötige Konsequenz an den Tag zu legen. Zudem gilt es, das eigene Tempospiel konsequent aufzuziehen und technische Fehler gegen einen körperlich robusten Gegner zu minimieren. „Das Spiel in Gingen wird kein Selbstläufer“, weiß HSG-Trainer Volker Pikard.

Gelingt es dem personell wieder voll besetzten Täles-Express, an die engagierte Leistung aus der Vorwoche anzuknüpfen, ist auch in Gingen Zählbares für die Täleshandballer drin. js/ras