Owen. Zu Beginn der Partie konnte keine der beiden Mannschaften überzeugen. Die Defensivreihen hielten die jeweilige Offensive in Schach. Bereits Sekunden nach Spielbeginn hätten die Gastgeber erkennen können, wie die beiden Schiedsrichter Saller/Saller von der SG Bottwartal ticken, nachdem Owens Matthias Büchele nach nur 41 Sekunden mit einer Zeitstrafe auf die Bank musste.
Doch von Lerneffekt keine Spur auf Owener Seite. Insgesamt elf Strafzeiten handelten sich die Gelbhemden an diesem Abend ein. Ganz anders die Gäste, die schnell merkten, mit welchen Aktionen sie punkten können. Vor allem Robin Habermeier und Roman Keller zogen mit ihren Aktionen immer wieder Strafzeiten.
Nach dem 4:3 für Owen übernahmen die Gäste das Ruder. Immer wieder war es Robin Habermeier, der entweder selbst erfolgreich war oder seine Mitspieler bediente. Auch in den zahlreichen Überzahlsituationen hatten die Gäste leichtes Spiel. Zwar blieb die Partie bis zum 9:10 spannend. Dann jedoch nutzte Kirchheim zwei technische Fehler im Owener Spiel zu zwei einfachen Toren.
Großes Manko in der Owener Defensive bereits im ersten Abschnitt: die Absprachen. Immer wieder konnten die Gäste Simon Latzel auf der rechten Außenposition freispielen, der fast jeden seiner Würfe erfolgreich einnetzte. Beim Stand von 10:14 aus Owener Sicht wurden die Seiten gewechselt. Die Brandrede von TSVO-Coach Sinisa Mitranic schien nach dem Seitenwechsel zu fruchten, konnten die Gelbhemden den Rückstand beim 16:17 doch schnell verkürzen. Maßgeblichen Anteil daran hatte Fabrizio Mosca, der fünf von sechs Treffern markierte.
Doch die Owener verpassten die Wende, schwächten sich durch Undiszipliniertheiten immer wieder selbst. Bis zum 18:21 war der Abstiegskandidat noch auf Tuchfühlung. Zum Leidwesen der Gastgeber gab es von den Zuschauern kaum Unterstützung für das Team, sondern eher noch Unmutsbekundungen, die einer jungen Mannschaft in der aktuellen Situation wenig halfen.
Knapp 15 Minuten vor Spielende hatten die Gäste beim 28:20 die Vorentscheidung erzwungen. Owen versuchte zwar nochmals mit einer Umstellung in der Defensive heranzukommen. Doch die Gäste behielten die Oberhand. Beim 30:21 für den VfL durch Timo Schafhitzel bahnte sich eine ähnliche Klatsche wie im Hinspiel an. Doch Owen zeigte Moral und ließ sich nicht völlig auseinandernehmen. Zwar mussten die Gäste nicht mehr volles Tempo gehen. Dennoch gelang dem TSVO noch Ergebniskosmetik zum 25:32.jb
TSV Owen: Langlinderer, Raichle – Bäuchle, Kupferschmid, Mosca (7), Jauss (2), Dotschkal (4), Kerner (1/1), Schmid (7/1), Bauer (1), Büchele (3), Dur-Schmid
VfL Kirchheim: Pisch, Oßwald – Semtak, Latzel (7), Schafhitzel (1/1), M. Mikolaj (5/1), Keller (2), Richter, Lehmann (2), J. Mikolaj (8/1), Schwarzbauer, Habermeier (8), Real
