Lokalsport
TSVW-Frauen wieder zurück in der Spur

In der Fußball-Landesliga der Frauen hat der TSV Weilheim bei der TSG Schwäbisch Hall mit 2:1 gewonnen. Nachdem in der Auftaktpartie gegen den SV Winnenden Punkte verschenkt wurden, nahmen sich die Weilheimerinnen fest vor, es diesmal besser zu machen.

Schwäbisch Hall. Auf dem nagelneuen Kunstrasenfeld der TSG Schwäbisch Hall geriet der TSVW die ersten fünf Minuten massiv unter Druck. Doch die Sturm- und Drangphase der Hallerinnen hielte nicht lange. Die Weilheimer Frauen konnten auch körperlich und läuferisch sehr gut mithalten. Der TSVW gewann nach zehn Minuten die Oberhand und das Spiel fand nur noch in der Hälfte der Gastgeber statt. Allerdings wurden die Gäste des Öfteren von gefährlichen Kontern überrascht, die auf die schnellen Stürmerinnen der TSG Schwäbisch Hall gespielt wurden.

In der 17. Minute war es dann soweit, Nadine Enoch nutzte nach einer Ecke von Nicole Meyer die Gelegenheit und traf zum verdienten 1:0 für Weilheim. Die TSV-Frauen erspielten sich einige Chancen und setzten immer wieder gute Akzente vom Mittelfeld aus. Auch die Weilheimer Viererkette, die durch Verletzungen total neu geordnet war, stand stabil.

Kurz nach Beginn der zweiten Hälfte hatte Franziska Richter die Möglichkeit per Foulelfmeter die Führung weiter auszubauen, doch sie vergab diese Chance. Das Spiel wurde nun hitzig und die Schwäbisch Haller Mannschaft legte angespornt vom verschossenen Elfmeter einen Zahn zu. In der 67. Minute kam dann die Erlösung für Weilheim. Durch eine gute Kombination bereitete Lisa Straub das 2:0 für Enoch vor.

Eine Viertelstunde später überraschte Schwäbisch Hall die Weilheimerinnen erneut mit einem gefährlichen Konter und verkürzte auf 1:2. Jetzt wurde das Spiel zu einem sehr körperbetonten und kämpferisch unschönen Spiel. Zu alledem verwies der Schiedsrichter Trainer Kluger von der Bank. Letztendlich wurde der TSV Weilheim aber für seine Arbeit belohnt und nach langen 96 Minuten pfiff der umstrittene Schiedsrichter das Spiel beim Stand von 2:1 für Weilheim ab.

„Von 35 Kopfballduellen haben wir nur vier verloren, das zeugt davon, dass die Mädels begriffen haben, worum es geht. Kämpfen und mit Selbstvertrauen in die Zweikämpfe zu gehen, das habe ich heute gesehen“, sagte TSVW-Trainer Björn Kluger nach dem Spiel. „Ich bin auch sehr glücklich darüber, dass meine Kreativabteilung im Mittelfeld wieder zurück ist und wir nun dadurch sehr viel variabler und gefährlicher sind“, so Kluge weiter.bkl

TSV Weilheim: Darra, Richter, Attinger, Kuhn F, Meyer, Kawelke, Kuhn J (60. Fichtner), Enoch (60. Letz), Preyss, Straub, Günkizil