Tischtennis-Bundesliga: Frickenhausen empfängt den SV Werder Bremen
TTC hofft auf Glanztag

Bremer Wochenende im Süden: Nach den Fußballern des VfB Stuttgart am kommenden Samstag, hat auch der TTC Frickenhausen am Sonntag (15  Uhr, Sporthalle Auf dem Berg), den SV Werder Bremen zu Gast. Das Täles-Team liegt in der Tischtennis-Bundesliga zwei Zähler hinter dem Tabellen-Dritten.

Frickenhausen. Für Jian Xin Qiu ist Bremen am Sonntag klarer Favorit, aber Qiu gilt als „Taktik-Fuchs“, auch wenn er vor dem Spiel in Understatement macht: „Es wird für uns sehr schwer, für die Hinspielniederlage und das Pokal-Aus Revanche zu nehmen.“ Zweimal hat seine Mannschaft ge­gen den SV Werder in dieser Saison bisher den Kürzeren gezogen: mit 0:3 im Hinspiel in Bremen und mit 1:3 im Pokal-Viertelfinale in Stuttgart.

Immerhin hat Qiu am Sonntag alle Mann an Bord, keiner ist verletzt. Auch Koki Niwa ist wieder dabei, der zuletzt beim 3:2-Krimi gegen Saarbrücken gefehlt hatte. Stattdessen wurde der 18-jährige Wirbelwind Japanischer Meister im Einzel und im Doppel. In Bremen war der Weltranglisten-22. ebenfalls nicht dabei, im Pokalspiel war er Bremens Spitzenmann Chih-Yuan Chuang – die Nummer sieben der Welt – zwar auf Augenhöhe begegnet, zeigte im entschei­denden Moment aber zu viel Respekt vor dem 13 Jahre älteren Taiwanesen.

Eine blendende Form zeigte in den vergangenen Wochen Steffen Mengel, der sich über seinen wichtigen Sieg gegen den Portugiesen Joao Monteiro beim Heimerfolg gegen Saarbrücken überschwänglich freute. Der mit 1,98 Meter längste Bundesligaspieler war bei der EM-Qualifikation in Portugal Mitte letzter Woche bester Spieler im deutschen Dress. Für seine Leistung verdiente sich Mengel ein Sonderlob von Bundestrainer Jörg Roßkopf: „Was der Steffen gespielt hat, war richtig stark. Er arbeitet unheimlich hart und konsequent an sich und erntet im Moment die Früchte dafür. So schnell und beweglich habe ich ihn noch nie zuvor gesehen.“ Neben Koki Niwa und Steffen Mengel hat Trainer Jian Xin Qiu auch Abwehr-Ass Yang Wang zur Verfügung, der sich mit beständig guten Leistungen in die Herzen der Frickenhausener Fans gespielt hat und immer wieder spektakuläre Matches abliefert.

„Auf das Duell zwischen Koki und Chuang dürfen sich unsere Zuschauer freuen, das wird sicherlich ein Highlight“, prophezeit Frickenhausens Manager Jürgen Veith. Chih-Yuan Chuang war in London Olympia-Vierter und hat mit seiner 14:3-Bilanz großen Anteil daran, dass Werder als Zweiter hinter Borussia Düsseldorf die Bundesliga-Vorrunde beendete. Der junge Engländer Paul Drinkhall (22) ist Bremens zweiter Neuzugang. Bereits feste Größen sind die Rumänen Constantin Cioti und Adrian Crisan, der Timo Boll im Achtelfinale der Olympischen Spiele in London in die Schranken wies und auch am vergangenen Sonntag im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League mit 3:1 bezwang.

Bremen unterlag dort dem hohen Favoriten Borussia Düsseldorf in eigener Halle mit 2:3. Das Rückspiel findet am Freitag statt. Die Teilnahme an den Play-offs möglichst bald sicherstellen, lautet die Devise der Gäste. Der TTC matec wird deshalb nur mit einer Top-Leistung gegen Bremen bestehen können. Das Heimspiel gegen Saarbrücken hat jedoch gezeigt, dass die Täles-Truppe dazu in der Lage ist.