Handball
Turngemeinde geht auf Fuchsjagd

Im Spitzenspiel der 2. Liga gastieren die Nürtinger Frauen am Samstagabend bei den Füchsen Berlin.

Nach dem Heimsieg über Buchholz ist die TG motiviert. Foto: Markus Brändli
Nach dem Heimsieg über Buchholz ist die TG motiviert. Foto: Markus Brändli

Das ist ein Hit: Die Zweitligahandballerinnen der TG Nürtingen rücken am Samstagabend als Tabellenzweite beim Liga-Dritten Füchse Berlin an. Die Zahlen sprechen vor dem Duell für die Gastgeberinnen. Noch nie hat die Turngemeinde in der Hauptstadt gewonnen, kassierte in der Sporthalle Charlottenburg teils klare Niederlagen. In den insgesamt 16 Aufeinandertreffen gab es lediglich drei Nürtinger Siege.

TG-Abteilungsleiter Gunnar Fischer gibt auf dieses Zahlenwerk nach eigenem Bekunden jedoch „gar nichts“, auch Nürtingens Trainer Manel Cirac richtet viel lieber den Blick nach vorne, warnt allerdings. Er rechne mit einem „äußerst schwierigen Spiel“ in Berlin. Doch der TG-Chefcoach sieht sein Team ebenso wie Abteilungsleiter Fischer durchaus in der Lage, erstmals an der Spree zu punkten.

Mutmacher ist nicht nur der Tabellenplatz: Die Auftritte der „Neckarmädels“ nach der WM-Pause zahlen ebenfalls ins Thema ein. In jenen drei Partien hat die TG Nürtingen leistungsmäßig überzeugt, zwar unglücklich 29:30 beim Spitzenreiter in Leipzig verloren, doch mit 37:28 in Kirchhof und zuletzt 43:26 gegen Buchholz-Rosengarten gewonnen. Die nun drittplatzierten Füchse sieht Cirac dennoch leicht in der Favoritenrolle: „Eine sehr komplette Mannschaft mit sehr viel Erfahrung.“ Der kommende Gegner sei zudem unberechenbar. Der Berliner Kader (dazu zählt seit dieser Saison auch die frühere Nürtingerin Saskia Wagner) verfüge, so Manel Cirac, eigentlich über alles, was einen guten ausmache: über starke Abwehr-, gute Außen- und Kreisspielerinnen, zudem über ein gutes Torhüterinnengespann. Seine Vorsicht stützt Manel Cirac des Weiteren darauf, „dass wir nicht so gerne in Berlin spielen“. Die Halle sage ihm und seiner Mannschaft nicht zu, hinzu komme die oftmals beschwerliche Anreise.

Am Samstagmorgen geht’s für die „Neckarmädels“ per Zug in die Hauptstadt. Dann folgt ein straffes Programm: ein Essen, das Einchecken im Hotel, die Abfahrt zum Match. Am späten Samstagsabend geht es zurück ins Hotel, am Sonntag mit der Bahn wieder zurück gen Süden.