Immer wenn es Richtung Jahresende geht, sieht man vermehrt die unterschiedlichsten Menschen, die Kurs auf die Teck nehmen. Ganz so einfach ist er schließlich nicht, der Run auf die Burg, der am 31. Dezember zum 44. Mal wieder hunderte Menschen zu Höchstleistungen animieren wird. Wobei nach wie vor der Spaßfaktor der ausschlaggebende Punkt sein soll. „Den Wettkampfcharakter blenden wir ja seit jeher aus“, sagt Alexander Rehm vom veranstaltenden Kirchheimer Lauftreff. Ohne offizielle Zeitmessung und ohne Anmeldung ist der Lauf von Beginn an als nettes Event gedacht, bei dem man am letzten Tag des Jahres Gleichgesinnte trifft und dabei auch ein bisschen über sich hinauswächst.
Dass der Lauftreff nach wie vor an den beiden verschiedenen Startzeiten festhält – 15 Uhr wie in den Vorjahren und 14.30 Uhr seit Corona –, sorgt noch immer für Gesprächsstoff. „Wir wissen, dass nicht alle in der hiesigen Läuferszene begeistert darüber sind. Aber wir haben in den letzten Jahren immer wieder so viele positive Rückmeldungen zur früheren Startzeit bekommen, dass wir daran einfach festhalten wollen“, erklärt Alexander Rehm. Dass es im vergangenen Jahr mit 549 Teilnehmenden den viert höchsten Zuspruch gab, zeige, dass die Entscheidung nicht falsch sein könne. „Wir haben sicher ein paar Starter verloren, die jetzt ihr eigenes Ding machen. Aber wir haben auch ganz viele gewonnen.“
Zurückzukehren zum Kompromiss wie Mitte der 80er Jahre, als es um 14.45 Uhr losging, ist allerdings kein Thema. „Wir haben das durchaus überlegt und mit einigen gesprochen. Die sind dankbar, dass es um 14.30 Uhr losgeht, weil sie es sonst nicht schaffen, rechtzeitig wieder zurück zu sein, um auch mit den Fackelläufern Richtung Rathaus laufen zu können.“ Mit 14.45 Uhr wäre demnach keinem geholfen.
Auch an der Strecke wird nicht gerüttelt, wenngleich es immer wieder Vorschläge gab, die eher langweilige Passage an der Straße durchs Dettinger Industriegebiet durch eine andere Route zu ersetzen. „Nach 30 Jahren an der Strecke etwas zu ändern, würde vieles nach sich ziehen. Wahrscheinlich bräuchten wir da 20 Helfer mehr, damit alle richtig laufen. Zudem ist heutzutage auch alles eine Frage der Genehmigung“, gibt Alexander Rehm zu Bedenken. Er rührt lieber nochmal die Werbetrommel für den Kleidertransport, den der Lauftreff vom Rathaus hoch zur Teestation an der Schranke organisiert. „Wer sich oben schnell was Trockenes anziehen möchte, um beim kurzen Schwätzchen oder einfach beim Runterlaufen nicht auszukühlen, kann am Start eine Tasche mit den entsprechenden Kleidungsstücken abgeben“, erklärt Rehm.
Sämtliche Infos zum Silvesterlauf gibt es auf der Homepage des Lauftreffs unter www.vfl-kirchheim.de/lauftreff

