Knights fahren sorgenfrei zum Sorgenkind in die Pfalz
„Unverändert gut“

Der Weg zum 14. Saisonsieg führt Kirchheims Basketballer am Samstag über Homburg. Vom Papier her eine klare Sache, hätte man aus Erfahrung nicht gelernt: In der Pro A gibt es keine leichten Gegner.

Kirchheim. Die Niederlage gegen Karlsruhe war nach dem 92:85-Heimsieg über Nürnberg am vergangenen Sonntag schnell vergessen. Nach 18 Spieltagen stehen die Knights weiterhin auf dem zweiten Tabellenplatz der Pro A. Viel wichtiger als die Platzierung ist Headcoach Frenkie Ignjatovic jedoch die Tatsache, dass seine Mannschaft nur noch ein Erfolg vom 14. Saisonsieg trennt, der im Sommer als Zielmarke gesetzt wurde und der zur Qualifikation für die Play-offs reichen müsste.

Morgen Abend bekommen es die Ritter nun mit einem Gegner zu tun, der bisher eher enttäuschte. Nach einer unerwartet schwachen Hinrunde kassierten die Saar-Pfalz Braves zuletzt drei Niederlagen in Serie und stehen aktuell auf dem 14. Tabellenplatz – weit hinter den eigenen Erwartungen. Dennoch warnt Ignjatovic vor den Homburgern: „Wir dürfen nicht denken, dass es leicht wird, sonst haben wir schon verloren.“

„Unverändert gut“, so beschreibt Kirchheims Trainer in diesen Tagen die Lage seiner Mannschaft, die nach dem Heimerfolg über den Nürnberger BC am Sonntagabend erneut eine gute Trainingswoche ohne Zwischenfälle hinter sich gebracht hat. Die Knights reisen also vollzählig und topfit in die Pfalz. Mit 13 Erfolgen aus 18 Spielen steht der Tabellenzweite der Pro A kurz davor, einen entscheidenden Schritt in Richtung Meisterschaftsrunde zu machen.

Obwohl die Saar-Pfalz Braves in der laufenden Saison bislang erst fünf Mal als Sieger vom Parkett gegangen sind, hat Ignjatovic Respekt vor den Homburgern. „Eine Mannschaft wie die Braves hat da unten eigentlich nichts verloren, deshalb dürfen wir das Spiel auf keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen, sonst gibt es ein böses Erwachen.“ Das zeigt auch ein Blick auf den Kader der Saarländer: Mit Lee Jeka haben die Braves einen der dominantesten Aufbauspieler der vergangenen Jahre in ihren Reihen, der auch in dieser Saison mit 15,2 Punkten und 5,3 Assists pro Partie starke Werte auflegen kann. Hinzu kommt Jekas amerikanischer Landsmann Travis Reed (7,5) auf der Centerposition sowie die zu Jahresbeginn nachverpflichteten Nicholas Okorie (11,7) und Babatunde Alawoya (9,0).

Während sich Alawoya mit 9,3 Rebounds im Schnitt als echte Verstärkung unter den Körben erwiesen hat, kam Okorie für den nach 13 Spielen abgewanderten Robert McKiver, der die Pro A zu diesem Zeitpunkt als bester Scorer (20,2) anführte. Als Unterstützung des neuen US-Quartetts stehen Trainer Marc Amelow, der Ende Dezember für den beurlaubten Nenad Josipovic übernahm, mit Kosta Karamatskos (9,1), Mirko Damjanovic (8,1), Dmitriy Cheremnykh (6,4) und Robert Cardenas (5,1) weitere Kräfte mit viel Erfahrung zur Verfügung. Die beiden 21-Jährigen Erik Land (7,1) und Nino Valentic (4,1) verfügen als Nachwuchskräfte über reichlich Talent. Spielbeginn im Sportzentrum Homburg-Erbach ist um 19 Uhr. Abfahrt des Fanbusses, der die Mannschaft auf der Reise ins Saarland begleiten wird, ist um 13.30 Uhr an der Sporthalle Stadtmitte.

Für das nächste Heimspiel gegen die Crailsheim Merlins haben sich die Ritter etwas Besonderes einfallen lassen. „Kirchheim sieht gelb“ lautet das Motto am 4. Februar in der Sporthalle Stadtmitte beim heißen Duell Zweiter gegen Dritter. Ob im originalen Fan-Outfit oder anderweitig gelb gekleidet – man will den Erzrivalen aus dem Ländle in der Halle in ein Farbenmeer eintauchen lassen.