Bodybuilding
Vanessa Aichele in Las Vegas erneut auf dem Treppchen

Die Oberlenningerin hat bei der Natural Olympia in den USA Platz drei belegt.

Vanessa Aichele hat es geschafft: Pünktlich zum Highlight in Las Vegas hat die Form gestimmt. Foto: PR

Angst vor der Bikinisaison? Solche Probleme kennt Vanessa Aichele aus Oberlenningen nicht. Im Gegenteil. Der Bikini ist für ihr liebstes Hobby unerlässlich, schließlich ist sie im Natural Bodybuilding – also dem Muskelaufbau ohne leistungssteigernde Substanzen – in der Bikini-Klasse am Start. Die 44-Jährige hat erst vor vier Jahren mit Bodybuilding angefangen, und seither schon einiges erreicht. Seit 2022 ist sie nach dem Doppelsieg bei der EM in Budapest Profi, und holte vor drei Jahren bei Olympia in Vegas in der Bikini-Mastersklasse den Sieg. Vor einer Woche stand sie bei diesem Wettkampf nun erneut auf dem Treppchen und freute sich über den dritten Platz.

Die Vorzeichen standen dieses Mal allerdings nicht so gut, denn im Vorfeld musste die Oberlenningerin etliche Hürden meistern. In der Saison 2024 legte sie eine Pause ein. „Ich wollte einen guten Aufbau machen und musste mich zudem einer Augen-OP unterziehen, nach der ich drei Monate lang nicht trainieren durfte“, berichtet die Mutter eines Sohnes. Im April vergangenen Jahres griff sie mit neuem Coach schließlich wieder zu den Gewichten. „Ich habe einen neuen Trainings- und Ernährungsplan bekommen. Viermal die Woche schweres und intensives Training, während ich zwischen 2600 und 2900 Kalorien am Tag zu mir nehmen sollte“, erklärt Vanessa Aichele. Nachdem sie Ende des Jahres einen Job mit noch mehr Verantwortung antrat, bekam sie im Februar bei einer Routinekontrolle vom Zahnarzt eine schockierende Nachricht. „Mein Kieferknochen musste an vier Stellen im Rahmen einer OP neu aufgebaut werden, und es mussten zwei Weisheitszähne raus. So konnte ich nochmal acht Wochen nicht trainieren.“ Doch die 44-Jährige glaubte und arbeitete weiter an sich, damit die Form zum richtigen Zeitpunkt stimmt. Job, Kind und Sport musste unter einen Hut passen. Dazu noch die Diät. Cardioeinheiten bis nachts um 2 Uhr waren keine Seltenheit. Nach der deutschen Meisterschaft und der EM in Samorin stand nun in Vegas erneut das Highlight auf dem Wettkampfprogramm. „Das Teilnehmerinnenfeld war wirklich extrem stark und ich bin mit meinem dritten Platz total happy“, sagt die 44-Jährige. Nun will sie weiter an ihrer Form arbeiten, um 2026 erneut bei Olympia sowie bei verschiedenen internationalen Shows auf der Bühne zu stehen.