Kirchheim. Die mit Spielern aus der Verbandsliga verstärkte Mannschaft des VfL wollte von Beginn an offensiv zu Werke gehen, um den so dringend benötigten Dreier einzufahren. Doch der Schuss ging nach hinten los. Die „kleinen Blauen“ agierten viel zu fahrig und machten haarsträubende Abspielfehler in der Vorwärtsbewegung, die die Neckartailfinger immer wieder zu gefährlichen Kontern einluden.
So wogte die Partie lange hin und her. Der VfL hatte zwar mehr Ballbesitz, war aber nicht zwingend genug. Die Gäste ihrerseits nutzten die sich bietenden Freiräume immer wieder zum Herausspielen von Chancen aus. Die Gastgeber mussten sich bei Keeper Timo Schurr und dem Unvermögen des Gegners bedanken, dass es zur Pause noch 0:0 stand. Marius Nigl hatte bis dahin für die einzige Torgefahr auf das TSV-Gehäuse gesorgt, sein Distanzschuss strich jedoch knapp am Pfosten vorbei (33.).
Nach dem Seitenwechsel ergab sich ein ähnliches Bild. Der VfL rannte vergeblich an und die Gäste blieben gefährlicher. Dennoch hätte beinahe Sören Mende die Führung erzielt. Sein Schuss aus dem Getümmel heraus konnte Torwart Marcel Finsterbusch jedoch abwehren (68.). Kurz zuvor hatte Kosta Kostidis bereits die Gelb-Rote Karte gesehen und dem VfL damit auch noch ein Unterzahlspiel besorgt. Letzteres nutzten die Gäste schlussendlich doch noch aus, in dem sie zwei Konter noch erfolgreich abschließen konnten. Mit dem 0:2 durch Dominik Ruopp (82.) war der Kirchheimer Widerstand dann gebrochen.
Somit stand am Ende ein mehr als enttäuschender Auftakt für die U23 des VfL zu Buche, welcher auch noch das Abrutschen auf den vorletzten Tabellenplatz nach sich zog.wr
VfL Kirchheim: Schurr – Tatlici (75. Uhlig), Mende, Köber, Großhans – Nigl, Kalfic, Kostidis, Sagir (46. De Vivo / 80. Yandemir) – Cisternino, Abanoz
TSV Neckartailfingen: Finsterbusch – Nisi (75. Wenzelburger), Bartels, Ruopp, Bayha – Schneider, Nagel (65. Lake), Hiller (68. Frimmel), Kilic – Bezirgianidis, Wilhelm
Tore: 0:1 Bartels (74.), 0:2 Ruopp (82.)
Gelb-Rote Karte: Kostidis (65.)
Schiedsrichter: Andreas Ravida
Zuschauer: 150
