Ab 1. Januar gelten neue Regeln für den Erwerb des „Fitness-Ordens“ – Neues Punktesystem und neue Disziplinen
Verjüngungskur für das Deutsche Sportabzeichen

Kirchheim. Mit dem 1. Januar 2013 hat eine neue Ära des Deutschen Sportabzeichens begonnen, das 1913 eingeführt und bis auf den heutigen Tag rund 32 Millionen Mal verliehen wurde. Den 100. Geburts­tag nahm der Deutsche Olympische Sportbund zum Anlass, das Abzeichen einer Verjüngungskur zu un­terziehen, indem er die Bedingungen für den Erwerb grundlegend überarbeitete. Die Änderungen sind so gravierend, dass vom neuen Sportabzeichen gesprochen werden kann. Ziel ist es, das Leistungsabzeichen, das immer weniger Anhänger findet, aufzuwerten.

Der von Sportwissenschaftlern überarbeitete Leistungskatalog basiert auf den motorischen Grundfähigkeiten Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer und Koordination. Diese werden nur noch in den Sportarten Leichtathletik, Schwimmen, Radfahren und Turnen geprüft. Die Schwimmfertigkeit ist weiterhin Bestandteil des Programms, muss aber bei den Erwachsenen nur noch alle fünf Jahre und im Jugendalter nur noch einmal nachgewiesen werden. Zu den wesentlichen Änderungen gehört die Dreistufigkeit durch die Kategorien Gold, Silber und Bronze, die nun drei unterschiedliche Leistungsniveaus repräsentieren. Dabei ist Bronze so niedrig angesetzt, dass sie auch von Menschen mit geringer Fitness geschafft werden kann. Gold hingegen entspricht künftig dem Niveau von Wettkampfsportlern. Die Zahl der Übungen wird durch ein neues Punktesystem zudem deutlich verringert. Dafür kommen völlig neue Disziplinen wie Seilspringen, Dauer- und Geländelauf, Zonenweitsprung, Zielwurf mit Ball oder verschiedene Turnübungen hinzu. Abgestimmt mit den entsprechenden Fachverbänden hat der DOSB auch die geforderten Distanzen in der Leichtathletik, im Radsport und im Schwimmen verändert.pm