Sparprogramm in der Kreisliga A2: Am Sonntag stehen lediglich vier Partien im Angebot. Beteiligt sind allerdings fünf der sechs Teckklubs. Im Fokus steht dabei das Match zwischen dem AC Catania Kirchheim und der Spielgemeinschaft Owen/Unterlenningen.
Eingeläutet wurde der letzte Spieltag vor Beginn der Winterpause spektakulär. Am Donnerstagabend baute Spitzenreiter VfB Neuffen per 5:4 gegen die TSV Oberensingen II die Tabellenführung auf fünf Zähler aus. Sascha Gökeler markierte in dem wilden Flutlichtmatch kurz vor Schluss den entscheidenden Treffer. Wermutstropfen beim VfB: Tim Sternemann (Kniescheibe rausgesprungen) und Keeper Nico Schmidt (Fingerverletzung) mussten per Krankenwagen ins Krankenhaus gebracht werden. Dass der TSV Neckartailfingen den formschwachen FV 09 Nürtingen 4:2 besiegte, hat unter anderem für den AC Catania Kirchheim Folgen: Die Neckartailfinger zogen als neue Liga-Sechste am ACC vorbei.
Latte rechnet mit „Kampfspiel“
Kein Grund für Catania-Spielertrainer Michele Latte, traurig zu sein. Der einstige Landesliga-Fußballer kann in der Heimpartie gegen den Tabellenvorletzten SG Owen/Unterlenningen auf den kompletten Kader zurückgreifen. „Es wird sicherlich an der Einstellung liegen, ob wir dieses Spiel gewinnen“, ahnt der kickende Coach, fordert in dem vermuteten „Kampfspiel“ von sich und seinen Mitstreitern höchste Konzentration plus Einsatzbereitschaft. Die Aussichten für den aktuellen Liga-Siebten AC sind nicht nur taballarisch verlockend (ein Sprung auf Tabellenplatz drei ist möglich), sondern auch in Sachen Gefühlslage. „Dann könnten wir mit 27 Punkten entspannt in die Winterpause gehen“, merkt Michele Latte schmunzelnd an.
Bei der SG Owen/Unterlenningen sehnen Kicker und Funktionäre die Winterpause förmlich herbei. Personalnöte haben mit dazu beigetragen, dass die SG mit lediglich 13 Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz verharrt. Für Spielertrainer Kevin Rieke gibt es somit auch vor dem letzten Match 2025 eine Kernaufgabe: ausreichend Akteure zu aquirieren.
20-Punkte-Marke im Visier
Das Verteilen von Weihnachtgeschenken konzentriert schwerpunktmäßig auf den 24. Dezember. „Mario Tumbas wird deshalb am Sonntag noch keine Geschenke verteilen“, scherzt Deni Kalfic, Trainer und Vorsitzender des FC Kirchheim vor dem Kunstrasenduell mit dem einstigen Tabellenführer SGEH. Kalfic kennt den gegnerischen Trainer seit seinem sechsten Lebensjahr, vermutet, dass das Tumbas-Team mit einem ähnlichen Engagement zu Werke gehen wird, wie beim 4:4 in Bempflingen eine Woche zuvor. „Die Mannschaft der SGEH ist gut besetzt“, betont der FC-Chef.
Fürs eigene Team hätte ein Sieg tabellarisch bereits optisch angenehme Folgen. „Wir könnten die 20-Punkte-Marke erreichen, das würde uns vor der Winterpause sehr gut tun“, betont Deni Kalfic.
Bei der Spielgemeinschaft Erkenbrechsweiler/Hochwang wirkt das jüngste Remis in Bempflingen als Mutmacher. Nur hauchdünn (Nico Spreitzer schoss Sekunden vor Schluss an den Innenpfosten) verpasste der einstige Liga-Erste einen Auswärtssieg in Bempflingen. „Wir haben nach einem 2:4-Rückstand Moral und Leidenschaft gezeigt“, gibt sich SGEH-Kapitän Jonas Salcher hoffnungsfroh, hofft auf eine ähnliche engagierte Performance gegen den FC Kirchheim.
Neidlinger Gegner schwächelt
Abstiegsplatz, Relegationsplatz, Nicht-Abstiegsplatz: Für den TV Neidlingen gibt es vor der Begegnung gegen den FV 09 Nürtingen drei tabellarische Möglichkeiten, um zu überwintern. „Vier Punkte aus den letzten beiden Partien in diesem Jahr“, hat sich TVN-Trainer Christopher Andrä als Marke für den Schlussspurt mit zwei Heimpartien gesetzt. Nach dem 1:1 gegen den TSV Neckartailfingen ist das Erreichen des Ziels noch drin. Der FV 09 Nürtingen, bei dem Spielertrainer Tarik Serour nach wochenlangen Gerüchten um ein Aus tatsächlich nicht mehr agiert, hat sich die Ergebniskrise nach der 2:4-Niederlage in Neckartailfingen fortgesetzt. Dabei lag der einstige Tabellenerste sogar schon mit 0:4 zurück. Die Neidlinger könnten somit die Gunst der Stunde, die vermeintliche Nürtinger Formschwäche, nutzen.

