Kirchheim. Nach einer Woche Wettkampfpause steht Manuel Fumic vor der nächsten Herausforderung. Die liegt für den Cannondale-Mountainbiker nicht so sehr im Bundesliga-Rennen am Sonntag in Saalhausen, sondern darin, dieses Rennen mit den beiden darauf folgenden Weltcups in England und in Offenburg und der deutschen Meisterschaft in Albstadt zu verknüpfen.
Bundestrainer Frank Brückner hat Manuel Fumic davon abgeraten, in Saalhausen an den Start zu gehen. „Es besteht die Gefahr, dass man im Kopf müde wird, wenn man zu viele Rennen fährt und Manuel ist ja schon acht gefahren“, warnt Brückner. Fumic selbst sieht die Sache gelassen. Er hat sich entschieden, dieses Jahr so oft wie möglich den Wettkampf zu suchen und darüber seine Form zu verbessern. Darauf hat er sich nach den eher negativen Erfahrungen der letzten Jahre ausgerichtet.
„Ich werde in Saalhausen sicher noch ein wenig müde sein vom Krafttraining diese Woche, aber mein Ziel ist es trotzdem, auf das Podium zu fahren“, sagt der Kirchheimer. Die Strecke im Sauerland schätzt Manuel Fumic ähnlich ein wie sein Kollege Moritz Milatz: „Auf der fährt man sich nicht kaputt“, meint Fumic zu dem 4,6 Kilometer langen Rundkurs, auf dem sich 150 Höhenmeter ansammeln. Das ist anders als in Houffalize, wo nach dem Rennen fast alle Fahrer geklagt hatten, dass sie eine längere Erholungszeit benötigen als sonst. Warum es da vor zwei Wochen nicht so gut für ihn gelaufen ist, erklärt Manuel Fumic mit „ein paar Prozentpunkten“, die gefehlt hätten, zum Teil wegen fehlenden Schlafs, zum Teil auch, weil er in der Woche nach Ostern mit Freundin Anna umgezogen ist. In Saalhausen wartet diesmal nicht die geballte Weltklassekonkurrenz auf den 29-Jährigen. Weltmeister José Hermida fährt schon am Samstag ein Rennen in Belgien und dürfte nicht ganz frisch sein. Moritz Milatz, die Schweizer Fabian Giger und Patrik Gallati sowie der Schwede Emil Lindgren, das dürften die schärfsten Konkurrenten sein.
Auf dem Papier auch für Alexander Speisekorn (Best-Bike-Parts/Progress) und Kai Kautz vom MTB Teck. Das Duo soll sich im Elite-Feld „so gut wie möglich verkaufen“, sagt Trainer Dominik Mikolaj und lässt damit schon erahnen, dass es keinen großen Zahltag geben wird. U 23-Nationalfahrer Lukas Kuch (Radsport Fischer&Wagner) hofft indes, gut durchzukommen. Seine Form ist durchaus gut, aber er muss sich noch an die höhere Schlagzahl in der höheren Altersklasse gewöhnen. „Ich glaube, er hat jetzt begriffen, dass es nicht so weiter geht wie bei den Junioren“, zeigt sich Mikolaj zuversichtlich. Auch Marco Tippmann (Specialized) machte im Training zuletzt einen ansprechenden Eindruck.
Für MTB-Teck-Vereinskollege Christian Pfäffle geht es im Junioren-Rennen, wie schon beim Bundesliga-Auftakt in Münsingen, um einen Podestplatz. Bis dato unbekannte Russen, Tschechen und Norweger haben gemeldet, sodass sich schwer einschätzen lässt, wie günstig die Aussichten dafür sind.
Günstig sind auf jeden Fall die Aussichten für Andi Vicic (Specialized), der im Rennen der Masters-Kategorie seinen Sieg von Münsingen wiederholen will.
