WFV-Pokalfinale am 11. Mai in Kirchheim
VfB-Termin steht (nicht)

Noch neun Spiele bis Ultimo. Nach einer beeindruckenden Siegesserie mit optimalen 15 Punkten aus fünf Spielen ist es Zeit für VfL-Coach Trainer Rainer Kraft, ein neues Saisonziel zu verkünden. „Zu 98 Prozent haben wir nichts mehr mit dem Abstieg zu tun. Es sei denn, der Himmel stürzt ein“, meint er. „Deshalb wollen wir ab sofort Platz sechs verteidigen, wenn möglich noch verbessern.“

Kirchheim. Mit dem Dusel und der Moral vom Samstag, in Unterzahl gegen einen scheinbar übermächtigen Gegner zu bestehen, ist es der Mannschaft zuzutrauen, sich sogar den einen oder anderen Rang vorzuarbeiten. Dazu müssten allerdings sechs Ostereier her, drei am Donnerstag beim verunsicherten Tabellenführer FC Nöttingen (verlor das Spitzenspiel bei Verfolger Waldhof Mannheim vor über 8 000 Zuschauern mit 0:2), weitere drei am Ostermontag beim voraussichtlichen Absteiger ASV Durlach. Vielleicht erweisen sich Krafts Eltern, die gegen Hollenbach erstmals im Stadion waren, ja wieder als Glücksbringer.

Eins ist sicher: Der ehrgeizige Trainer wird auch ohne Abstiegsdruck engagiert, akribisch und konsequent weiterarbeiten, um seine Ziele zu erreichen. Ferdi Er, diesmal nur Ersatz, bekam das gegen Hollenbach bereits zu spüren. Uwe Beran war durch Magen-Darmprobleme geschwächt ins Spiel gegangen, war ausgepowert und wollte kurz vor Schluss ausgewechselt werden. Kraft winkte Ferdi Er herbei, der sich hinter dem gegnerischen Tor warm lief. Der Mittelfeldspieler kam aufreizend langsam Richtung Trainerbank und sagte: „Muss das sein?“ Kraft: „Wenn du keinen Bock hast, spielt ein anderer“. Sagte es und wechselte David Hertel ein.

Zwischen alter und neuer Saison freuen sich der VfL und sein Anhang auf das Jubiläumsspiel gegen die Bundesligaprofis des VfB Stuttgart. Als Termin wurde dieser Tage mit Manager Jochen Schneider der 9. Juli fixiert – allerdings nur, wenn die Roten nicht absteigen. Sollte dieser Fall eintreten, muss ein neuer Spieltag gefunden werden. Der ins Auge gefasste Termin wäre nicht haltbar, weil die zweite Liga die Saison 2011/12 bereits am 15. Juli (Bundesliga 8. August) beginnt. Deshalb kann auch der Vorverkauf für dieses Highlight erst beginnen, wenn klar ist, wohin für den VfB die Reise geht.

Vorher dürften sich die Fußballfans unter der Teck auf ein weiteres Schmankerl freuen. Bei einem Rundgang durchs Stadion zurrten die WFV-Verantwortlichen Thomas Proksch und Bastian Kieper sowie VfL-Geschäftsführer Walter Rau Kirchheim als Austragungsort für das WFV-Pokalendspiel fest.

Also vormerken: Am Mittwoch, 11. Mai, stehen sich um 19 Uhr die Sieger der Halbfinalpartien Göppingen – Heidenheim und Gärtringen – Normannia Gmünd gegenüber. Der Sieger qualifiziert sich für den DFB-Pokal, bekommt 100 000 Euro und die TV-Rechte. Schade für den VfL, dass er in der dritten Runde an Gärtringen gescheitert ist.ks