Basketball-Regionalliga
VfL-Basketballer stolpern in die Winterpause

Dezimierte Kirchheimer unterliegen dem TSV Wieblingen zu Hause mit 62:87.

Der VfL schleppt sich in die Weihnachtspause. Foto: Thimo König
Der VfL schleppt sich in die Weihnachtspause. Foto: Thimo König

Die schlechten Nachrichten häuften sich schon vor dem Spiel: Nachdem bereits bekannt war, dass Moritz Lemke (Verletzung) und Nil Failenschmid (Belastungssteuerung) ausfallen würden, kamen mit Yannick Abele und Andreas Nicklaus zwei kurzfristige Absagen hinzu. Damit blieb auf den großen Positionen nur Alexander Stief übrig und Kirchheims Regionalliga-Basketballer mussten im letzten Spiel der Vorrunde in der Bezirksligamannschaft nach Unterstützung suchen.

Gegen die eingespielten Gäste aus Wieblingen war damit kein Kraut gewachsen. Die Füchse zeigten sich beim 87:62-Sieg in Kirchheim bissig in der Verteidigung und erarbeiteten sich beste Wurfchancen, während auf Kirchheimer Seite der Korb wie vernagelt schien. In der Defensive haderten die Gastgeber mit der Linie der Schiedsrichter. Am Ende standen mehr als doppelt so vielen Freiwürfe aufseiten der Gäste.

Das Kirchheimer Problem: zu viele Ballverluste und ausgelassene Chancen direkt unter dem Korb. Die Ansprache von Head Coach Marco Wanzke in der Kabine nach einem 29:43-Rückstand zur Halbzeitpause fiel entsprechend deutlich aus. Das zeigte zunächst Wirkung, doch das Aufbäumen währte nicht lange. Die Gäste fanden mit den beiden Topscorern Kiesel (25 Punkte) und Hofmann (27), regelmäßig Lösungen in schwierigen Situationen. Die Kirchheimer Aufholjagd verpuffte, der Ärger über die Unparteiischen blieb. Erst nachdem Marco Wanzke nach einem Wortgefecht mit den Referees zwei technische Fouls kassiert hatte, schien es, als würde ausgeglichener gepfiffen. Am Ausgang des Spiels änderte dies allerdings nichts mehr, und so blieb das Highlight des Tages ein verwandelter Wurf von der Mittellinie während der Halbzeit-Show. Die gute Nachricht: Die Kirchheimer bleiben trotz der Niederlage Tabellenzweiter, weil auch Heidelberg das letzte Spiel des Jahres verloren hat.

Der zweite Tabellenplatz spiegelt allerdings nicht die aktuelle Leistung der Mannschaft wider, eher die vielleicht ausgeglichenste Regionalliga aller Zeiten. Für Marco Wanzke und den VfL gilt es nun, alle Mannschaftsteile über Weihnachten fit zu bekommen und die eklatanten Probleme bei der Ballbehandlung abzustellen. Nur so lässt sich die Rückrunde vermutlich ähnlich erfolgreich gestalten wie die erste Saisonhälfte. mw

 

Spielstenogramm

VfL Kirchheim: E.Paqarada (24/3 Dreier), C.Jorgusen (0), Neil Schwanenberg (13), K.Pindonis (0), L. Failenschmid Clavera (0), M.Haziri (12/3), V. Ebai Ndip (3), A. Stief (8), M.Geiger (0), A.Mühlhäuser (0)