Basketball
VfL-Korbjäger verlieren Topspiel mit nur einem Punkt

Der Regionalliga-Zweite unterliegt dem Spitzenreiter und frisch gebackenen Meister Stuttgart mit 73:74.

Die Enttäuschung bei den Kirchheimer Basketballern war nach der knappen Niederlage groß. Foto: Thimo König
Die Enttäuschung bei den Kirchheimer Basketballern war nach der knappen Niederlage groß. Foto: Thimo König

Was ein Topspiel ausmacht, zeigten die Regionalliga-Teams aus Stuttgart und Kirchheim am Samstagabend. Elf Führungswechsel, seltene Runs – und am Ende entscheidet ein einziger Punkt beim 74:73. Der Tabellenzweite aus Kirchheim war mit vollem Kader nach Stuttgart zu den Titans gereist. Diese spielen in der Rückrunde mit extrem kleiner Rotation, haben aber eine erfahrene und starke Starting-Five und verfügen mit Danilo Mitrovic über den punktstärksten Spieler.

Dass die Teckstädter ebenfalls über Klasse in ihren Reihen verfügen, zeigten sie zu Beginn. Nachdem bereits drei Dreier durch die Reuse geflogen waren, erhöhte Kapitän Andreas Nicklaus zum 16:11. Doch ein 11:0-Lauf der Gastgeber drehte das Spiel innerhalb weniger Minuten. Unnötige Ballverluste waren wieder der Katalysator für einfache Punkte der Gegner. Clarence Fansi und Mirsad Haziri konterten. Die Stuttgarter wiederum antworteten meist von der Freiwurflinie und gingen mit einer 45:36-Führung in die Pause.

In der Kabine wurde es entsprechend lautstark: 45 zugelassene Punkte sind selbst gegen den starken Tabellenführer zu viel. Mit dem Wissen, dass man dieses Spiel eng gestalten kann, wenn man sich auf die eigenen Stärken fokussiert, starteten die Kirchheimer furios in die zweite Halbzeit. In der 25. Spielminute konnte der Rückstand auf zwei Punkte verkürzt werden. Doch die ersten Ermüdungserscheinungen bei den Titanen weilten nur kurz, und das letzte Viertel wurde beim Stand von 59:55 eingeläutet.

Beide Teams agierten nun mit sehr kleinen Rotationen. Nach einem And-One von Nil Failenschmid und einem Dreier von Neil Schwanenberg wurde die Führung zurückerobert. Xavier Boyd erhöhte zum 71:68. Stuttgart konterte. Nach einer Auszeit punktete Neil Schwanenberg 20 Sekunden vor Schluss für die Schwarzen, und diese minimale Führung (72:73) sollte verteidigt werden. Zwölf Sekunden vor Schluss der Pfiff des Spiels. Beim Zug zum Korb eines Stuttgarters kam es zu einem kleinen Kontakt: Foulpfiff, zwei erfolgreiche Freiwürfe. Nach der letzten Auszeit ein ähnliches Bild auf der Gegenseite. Doch Failenschmids Korbleger ging daneben, kein Foulpfiff trotz ähnlicher Situation und Mitrovic wurde schnell gefoult. Dieser verwarf beide Freiwürfe und die Kirchheimer erhielten eine letzte Chance, doch Mirsad Haziris langer Dreipunktewurf mit der Sirene klatschte auf dem Ring auf und sprang ab. Die Meisterschaft für Stuttgart war entschieden. Ein bitteres Ende für aufopferungsvoll kämpfende Kirchheimer, die auf Platz drei rutschen. Für die Kirchheimer geht es am Samstag daheim gegen Heilbronn. mw

Spielstenogramm

VfL Kirchheim: Boyd (9/1 Dreier), L. Failenschmid Clavera, N. Failenschmid Clavera (10/1), Fansi (4), Haziri (12/4), Nicklaus (5), E. Paqarada (5/1), Pindonis, Schwanenberg (16,1), Stief (12/2)