Lokalsport
VfL schickt das jüngste Team ins Rennen

Turnen Die Kirchheimerinnen starten ­morgen in die neue Saison. In der 3. Bundesliga und der Regionalliga warten starke Gegnerinnen. Von Sandra Langguth

Nele Rüping und der VfL Kirchheim wollen in der 3. Bundesliga Süd eine gute Rolle spielen. Foto: Georg Hrivatakis

Wenn sich der Turn-Tross des VfL am Samstagfrüh um 7 Uhr ins bayerische Buttenwiesen zum ersten Wettkampftag aufmacht, steigt die Nervosität sicher mit jedem Kilometer. Sowohl in der 3. Bundesliga als auch in der Regionalliga schicken die beiden Trainer Michaela und Matthias Pohl ihre Schäfchen ins Rennen. Vor allem in der 3. Liga wird es eine interessante Saison, denn die Kirchheimerinnen starten zum einen mit einem vergleichsweise kleinen Kader, und zum anderen ist das Team mit im Durchschnitt 15,7 Jahren das jüngste in der ganzen Süd-Staffel. „Das wird spannend“, sagt Michaela Pohl, die ihren Mädels aber einiges zutraut. Zum Team gehören die erfahrenen Nele Rüping (19 Jahre) und Theresa Lamprecht (17) sowie die in Texas geborene Mysteri Hill (18), die in der Liga jedoch unter deutscher Flagge turnen darf. Außerdem dabei sind Nele Gneiting (13), Diana Franz (15) und Mia Blum (12). 

Die Konkurrenz im Süden ist ausgesprochen stark. „So eine Dichte wie hier gibt es nirgends in Deutschland“, weiß Michaela Pohl. Sie sieht vor allem das Turnteam Schwaben und die Unterföhringerinnen vorne. Der SV Hülben, der nach seinem Aufstieg 2022 nun in die zweite Drittliga-Saison startet, gehört ebenso zur Konkurrenz wie der KSV Hoheneck, der TV Kempten, die TSG Balingen und der TV Wetzgau. Alle acht Mannschaften kommen an insgesamt vier Terminen zusammen und turnen an Sprung, Balken, Boden und Barren. Pro Gerät gehen fünf junge Damen in den Wettkampf, die besten vier kommen in die Wertung. Am Samstag geht es zunächst nach Buttenwiesen, am 13. Juli nach Waging, am 5. Oktober nach Balingen und am 10. November nach Esslingen.

Guter Mittelfeldplatz

Exakt das gleiche Wettkampfprogramm haben die Regionalliga-Turnerinnen vor sich. Die zweite Mannschaft des VfL Kirchheim bekommt es dabei mit den Teams des TSV Muggensturm, der WKG Gäu Schönbuch, von TSV Waging, TV Spaichingen, TS Neckar-Gym Nürtingen II, TSV Wernau und TSG Backnang zu tun. „Hier streben wir einen guten Mittelfeldplatz an. Allerdings ist es im Vorfeld sehr schwierig einzuschätzen, wie die anderen Teams drauf sind“, erklärt Michaela Pohl. In dem Team kann sie auf einen größeren Kader zurückgreifen, tatsächlich an die Geräte gehen werden aber Sarah Babschanik (16 Jahre), Laura Brändle (14), Alicia-Marina Heim (23), Rhianna Paduraru (14), Henrietta Schäfer (12), Hannah Schweiss (20) und Sophie Stiffel (15). 

Der VfL Kirchheim ist seit der Einführung der bundesweiten Turnligen im Jahr 1994 ununterbrochen in der Regionalliga oder in den Bundesligen präsent. Von 2006 bis 2008 turnten die VfL-Frauen im Oberhaus. Seit 2019 sind die Kirchheimerinnen mit zwei Teams in der deutschen Turnliga vertreten. Michaela Pohl ist von Beginn an dabei, sei es selbst als Turnerin, als Betreuerin, Kampfrichterin oder Trainerin. „In den Ligen hat sich in den vergangenen Jahren einiges getan. Vor allem Corona hat für Veränderungen gesorgt. Nicht alle Vereine haben durchgehalten“, weiß die Kirchheimerin. Den VfL sieht sie aber in Zusammenhang mit der mit Prädikat ausgezeichneten DTB-Turn-Talentschule Turngau Neckar-Teck, die in Kooperation mit dem TSV Berkheim und der Turnschule Neckar-Gym läuft, für die Zukunft gut aufgestellt.