Turnen
VfL-Turner: Herber Dämpfer in Hohenlohe

Im Oberligaduell mit der KTV Hohenlohe kassiert die zweite Kirchheimer Männermannschaft eine 17:60-Pleite, die den Druck im Tabellenkeller erhöht.

Das Pauschenpferd im Griff: Sascha Frohneberg steuerte einen der wenigen Kirchheimer Punkt bei der Niederlage gegen die KTV Hohe
Das Pauschenpferd im Griff: Sascha Frohneberg steuerte einen der wenigen Kirchheimer Punkt bei der Niederlage gegen die KTV Hohenlohe bei. Foto: Wolfgang Strodel

Nach dem ersten Saisonsieg gegen die WKG KTT Heilbronn und dem damit verbundenen Abstand zu den Abstiegsplätzen haben die Turner des VfL Kirchheim II in der Oberliga einen Rückschlag hinnehmen müssen. Gegen die favorisierte KTV Hohenlohe unterlag das Team deutlich mit 17:60 und steht damit auf dem siebten Tabellenplatz der acht Teams starken Liga.

Dämpfer am ersten Gerät

Bereits vor Wettkampfbeginn war den Kirchheimern bewusst, dass die Favoritenrolle klar bei der in Öhringen beheimateten Kunstturnvereinigung lag. Dennoch hoffte der VfL auf einige Gerätepunkte und spekulierte, abhängig von der Tagesform der Gastgeber, sogar auf eine Überraschung. Der erste Dämpfer folgte jedoch bereits am Boden. Nico Hofmann und Sascha Frohneberg zeigten zwar saubere Übungen, hatten gegen die Darbietungen ihrer Kontrahenten jedoch keine Chance. Der bislang beste Bodenturner des VfL, Benjamin Leitner, leistete sich unerwartet einen Patzer und kam über ein Unentschieden nicht hinaus. Auch Maximilian Schmidt musste nach einem nicht gestandenen Doppelsalto vorwärts Abzüge hinnehmen und steuerte damit nur einen Scorepunkt zum Mannschaftsergebnis bei.

Am Pauschenpferd präsentierte Frohneberg seine Übung gewohnt souverän und sicherte dem Team einen weiteren Punkt. Henning Weise überzeugte mit der Tageshöchstwertung und verbuchte gleich fünf Scorepunkte für den VfL. Andre Belz und Nico Hofmann konnten hingegen weitere Punktverluste nicht verhindern.

Auch an den Ringen setzte sich der Wettkampfverlauf fort. Leitner, normalerweise eine feste Größe an diesem Gerät, musste einen Punkteverlust hinnehmen. Gleichzeitig patzte auch Belz, das Ringe-As des VfL, überraschend. Niklas Stutz zeigte zwar eine solide Übung, konnte einen weiteren Punkteverlust jedoch ebenfalls nicht abwenden. Für ein kleines Erfolgserlebnis sorgte erneut Henning Weise, der mit einer sauber geturnten Übung vier Zähler beisteuerte.

Spätestens am Sprung wurde deutlich, dass gegen die KTV an diesem Tag kaum etwas zu holen sein würde. Mit einem klaren 0:16 wurde der VfL an diesem Gerät regelrecht überrollt. Am Barren setzte sich der Trend zunächst fort: Trotz ordentlicher Übungen gaben Stutz und Frohneberg Punkte ab. Weise steuerte einen Scorepunkt bei, während Belz erstmals mit seinem spektakulären Abgang, einem Doppelsalto vorwärts, glänzte. Aufgrund seiner hohen Schwierigkeit ist dieses Element selbst in der Bundesliga nur selten zu sehen und brachte ihm zwei Scorepunkte ein.

Mit dem Bewusstsein der deutlichen Überlegenheit der Gastgeber ging es schließlich ans Reck. Die fehlende Überzeugung machte sich bemerkbar: Karl Stabile, Belz und Leitner stürzten jeweils bei ihren Abgängen. Lediglich Hofmann gelang im letzten Duell noch einmal eine stabile Übung und er sicherte dem VfL drei Scorepunkte.

Ihren nächsten Wettkampf bestreiten die Kirchheimer am Samstag, 28.März ab 17 Uhr in der heimischen Raunersporthalle gegen die WKG Donau-Alb. hw