Basketball-Regionalliga
Vizemeister am letzten Spieltag

Der VfL macht in Remseck den Deckel drauf und feiert den größten Erfolg seit 20 Jahren.

Der Einsatz hat sich gelohnt: Der VfL ist Regionalliga-Vizemeister. Foto: Thimo König
Der Einsatz hat sich gelohnt: Der VfL ist Regionalliga-Vizemeister. Foto: Thimo König

Die Basketballer des VfL Kirchheim haben sich nach starker Leistung in Remseck am Samstagabend die Vizemeisterschaft in der Regionalliga gesichert. Mit einem deutlichen 94:66-Sieg eroberte der VfL den zweiten Tabellenplatz von KKK Haiterbach zurück. Die BG Remseck steigt dadurch in die Oberliga ab.

Glückliche Gesichter und einer der seltenen Gefühlsmomente im sonst so abgeklärten Team kennzeichneten die Stimmung in der Kabine nach Spielende. Eine intensive Saison mit mehr Höhen als Tiefen konnte mit der von Headcoach Marco Wanzke eingeforderten Vizemeisterschaft gekrönt werden. Doch zu Spielbeginn sah das noch anders aus. Die BG startete selbstbewusst und mit Tempo ins Spiel, mit vier Dreiern und einer 27:20-Führung nach dem ersten Viertel. Kirchheim war gezwungen, in der Verteidigung taktische Änderungen vorzunehmen. Diese führten dann zu einer schnellen Aufholjagd. Die Teckstädter waren fortan die ton- und tempoangeben­de Mannschaft. Ein 15:1-Lauf bescherte die erste Führung. Der Kirchheimer Anhang auf den Rängen übernahm zu diesem Zeitpunkt lautstark das Kommando in der Halle. Ein weiterer 20:4-Lauf führte zum bereits vorentscheidenden 56:36-Halbzeitstand. Bemerkenswert: Alle zwölf Kirchheimer Spieler trugen in der ersten Halbzeit mit aggressiver Defense und Kampfbereitschaft einen Teil zum Erfolg bei. „X“ Boyd, Edonis Paqarada und Clarence Fansi übernahmen mit jeweils elf Punkten bis zur Pause besondere Verantwortung. Diese Welle an Euphorie trug auch durch die zweite Halbzeit, in der auch die jungen Spieler sich defensiv beweisen konnten. Mit der Vizemeisterschaft in der Regionalliga hat der VfL nicht nur das eigene Saisonziel übertroffen, sondern auch das beste Ergebnis seit 20 Jahren erzielt. Damals wurde die erste Mannschaft des Kirchheimer Basketballs am Saisonende zu den Knights. Eine Parallele: Damals war Ross Jorgusen Aufbauspieler der Kirchheimer, dieses Jahr war mit Cooper Jorgusen sein Sohn fester Bestandteil des Teams.

Wo die Reise nun hingehen wird, dürfte die Offseason zeigen. Hinter einigen Spielern stehen Fragezeichen. Was Headcoach Marco Wanzke bereits angekündigt hat: Er will dafür kämpfen, dass der Großteil des Teams zusammenbleibt. Dann soll geschaut werden, was die recht junge Mannschaft in der kommenden Saison zu leisten vermag. Bis dahin heißt es, den Moment genießen. Nach Meinung der beiden Trainer: völlig verdient. mw

 

Spielstenogramm

VfL Kirchheim: Y. Abele (2), X. Lee Boyd (14/4 Dreier), L. Failenschmid Clavera, V. Ebai Ndip, C. Fansi(14/2), M.Haziri (15/5), C. Jorgusen (5/1), M. Lemke (2), A. Nicklaus (6), E. Paqarada (18/2), N. Schwanenberg (11), A.Stief (7)