VfL-Basketballer im Kellerduell gegen Stuttgart II
Vom hässlichen Entlein zum schönen Schwan

Zehnter gegen Neunter – wenn die Kirchheimer Oberliga-Basketballer am Samstag um 16 in der Sporthalle Stadtmitte den Abstiegskonkurrenten MTV Stuttgart II empfangen, soll im dritten Kellerduell in Serie der dritte Sieg gelingen.

Kirchheim. Sechs Spiele vor Saisonende sieht die Fieberkurve der VfL-Basketballer besser aus als der DAX von 2012: Zwölfter, Elfter, Zehnter, das waren die Tabellenpositionen nach den vergangenen drei Spieltagen, und das innerhalb von zwei Wochen. Nun will das Team von Coach Pasko Tomic auch zu Hause zeigen, dass es mit den Neuzugängen Derrick Stevens und Paul Howard vom hässlichen Entlein zum weißen Schwan geworden ist – und den derzeit Tabellenneunten MTV Stuttgart II (bisher 6:10 Siege) im direkten Duell überholen.

Dass das kein Selbstläufer wird, ist jedem einzelnen im Team klar – allen voran Tomic selbst: „Alle, vom Jüngsten bis zum Ältesten, sehen, wie hart der Job ist.“ Schaut man sich die Bilanz der Regionalliga-Reserve des MTV an – die Erste steht vor dem Aufstieg in die ProB – werden etwaige Siegesprognosen schnell relativiert. Denn Stuttgart ist ein Serientäter. Das Team begann die Saison mit drei Niederlagen, legte dann einen erstaunlichen 5:1-Lauf hin, um anschließend sechs Spiele nacheinander zu verlieren. Doch diese negative Serie ist seit dem vergangenen Wochenende Geschichte, mit dem 82:74 gegen Reutlingen soll es nun wieder in die andere Richtung gehen. Auch Stuttgart hat wie neuerdings der VfL einen überragenden Amerikaner: David Jackson steht mit bisher 315 Punkten auf Platz drei der Oberliga-Korbjäger-Liste, das sind 21 Punkte im Durchschnitt. Kirchheims Stevens macht zwar 31 pro Spiel, aber er konnte seine Scorer-Qualitäten ja erst zweimal beweisen. Ein prickelndes Duell sollte das allemal werden.

Wobei die anderen Kirchheimer keineswegs nur Staffage sein wollen. Der in Möhringen schmerzlich vermisste Cveti Bozic ist wieder dabei, konnte, da in Kirchheim statt in Kaiserslautern, die ganze Woche gut trainieren. Bei Chris Schraml sind die Kniebeschwerden allerdings noch nicht so weit abgeklungen, als dass sein Einsatz sicher wäre. Und auch auf Simon Zimmermann muss der VfL noch zwei Wochen warten.

Dennoch stehen die Zeichen klar auf „Aller guten Dinge sind drei“. Soll der Abstieg vermieden werden, ist das auch unbedingt notwendig. Tomic: „Wenn wir gewinnen, könnte der Abstand zum rettenden Ufer nur noch einen Sieg betragen – das motiviert natürlich zusätzlich.“

Traumziel ist schließlich der achte Tabellenplatz, da der Neunte und Zehnte Mitte April Relegationsspiele gegen die Landesliga-Zweiten austragen müssen. Das entscheidende zweite Spiel wäre übrigens am 
20. April in Kirchheim.ut

VfL Kirchheim: Beck, Bekteshi, Bozic, Eberle, Engonidis, Howard, Ivanovic, Munz, Reichmuth, Reza, Schraml (?), Stevens