Birgit Zimmermann kommt gut voran. Von den 7400 Kilometern hat sie bereits 3140 hinter sich gebracht. Dabei waren gerade die letzten Tage ihrer Tour mit die schönsten bislang. Nach dem Übersetzen mit der Fähre von Helsinki nach Tallin wurde es zunächst etwas regnerisch – vor allem Tag 14, an dem es von Lâdezers zum lettischen Ostsee-Badeort Jurmala ging. Probleme mit der Streckenführung, die die Teilnehmenden durch die Pampa führte, machten alle Pläne an diesem Tag zunichte. „Eigentlich wollte ich die 87 Kilometer bis Riga fahren, kurz die Altstadt anschauen und dann die nächsten 80 bis zur Unterkunft schaffen. Leider habe ich aber unglaubliche 7,5 Stunden für 90 Kilometer gebraucht.“ Also buchte sie kurzerhand um, wurde dafür am nächsten Tag nach Šiauliai in Litauen mit besonders schönen Erlebnissen entschädigt und kam mit 173,5 Kilometern auch gut voran.
Begleitet von böigem Wind ging es weiter nach Jurbakas, ehe die Etappe nach Goldap, eine Kleinstadt in Polen, anstand. „So langsam wird es unheimlich: der dritte Tag in Serie, der so was von Spaß gemacht hat.“ Nach einem Supermarkt fürs Auffüllen der Vorräte und einer Tankstelle für Kaffee genau zur rechten Zeit fand die Lindorferin abends sogar noch die perfekte Unterkunft – ein riesiges Hotelzimmer für 50 Euro, und das Rad bekam eine extra Garage. An Tag 18 ging es weiter nach Dobre Miasto. Die 166 Kilometer waren bis auf etwas Regen und längere Schlaglochpassagen rundum schön. „Ein bisschen heile Welt im Vorbeifahren“, so Birgit Zimmermann, die den Tag mit einer Portion Spaghetti ausklingen ließ.
Gut gestärkt wollte sie tags darauf den angestauten Rückstand aufholen, was ihr mit 211 Kilometern auch gelang, ehe am nächste Tag 181 Kilometer folgten.

