Kirchheim. Obwohl nach diesem Spieltag die Winterpause ansteht, herrscht bei den VfL-Handballern bisher wenig Weihnachtsstimmung. Schuld sind dabei nicht die Minustemperaturen im Freien, sondern die wenig erwärmende Bilanz der Teckstädter. Mit nur einem Sieg, errungen am ersten Spieltag Mitte September, steckt der VfL tief im Tabellenkeller fest, ist als aktuelles Schlusslicht akut abstiegsgefährdet.
Dementsprechend hoch ist die Anspannung aufseiten der Kirchheimer, die sich in den vergangenen zwei Wochen voll und ganz auf die kommende Aufgabe in Magstadt fokussieren konnten, da sie am vergangenen Wochenende spielfrei waren. Coach Engelbert Eisenbeil weiß, dass ein Sieg im letzten Spiel des Jahres psychologisch wichtig wäre, zumal der VfL (4:18 Punkte) im Falle eines Auswärtserfolgs die Rote Laterne an den SVM (5:19)abgeben würde.
Ähnlich wie die Kirchheimer hatten auch die Magstädter in den vergangenen Wochen mit angeschlagenen Spielern zu kämpfen. Am vergangenen Spieltag fiel beispielsweise SV-Spielertrainer Daniel Diedrich verletzt aus. So setzte es für den heutigen Kirchheimer Gegner eine 20:27-Niederlage gegen die SG Hirsau/Calw/Bad Liebenzell.
Magstadt gegen Kirchheim – das bedeutet nicht nur Tabellenvorletzter gegen Tabellenletzten, sondern auch das Aufeinandertreffen der zwei Offensivreihen mit den wenigsten erzielten Treffern der Landesligastaffel. Die Stärken beider Teams lagen im bisherigen Saisonverlauf eher in der Defensive, weshalb sich die Zuschauer auf eine körperbetonte und umkämpfte Partie einstellen können.
Doch die Kirchheimer wollen den Kampf annehmen. Für dieses Vorhaben steht der komplette Kader zur Verfügung – abgesehen von den Langzeitverletzten. Immerhin gibt gibt es hier positive Nachrichten: Roman Keller wird nach ausgeheiltem Mittelfußbruch voraussichtlich zur Rückrunde wieder in den Spielbetrieb einsteigen können.ol
VfL Kirchheim: Pisch, O. Latzel – S. Latzel, Smetak, Mikolaj, Späth, Krempler, Castello, Schwarzbauer, Müller, Real, Schorr, Rudolph, Kuchenbaur