Weilheim. Es war sicherlich das richtige Mannschafts-Geschenk für Weilheims Trainer Alexander Hübbe zu dessen 59. Geburtstag am gestrigen Mittwoch: In allen Belangen waren die Limburgstädter das bessere Team. Das Einzige, was es zu bemängeln gab, war die schlechte Chancenauswertung. Vor allem in der ersten Hälfte wurden die Einschussmöglichkeiten zu leichtfertig vergeben. Deshalb geriet der Sieg in der zweiten Halbzeit beim Stande von 1:0 noch einmal kurz in Gefahr. Nach einer Flanke von Gökhan Gündüz klärten die Weilheimer Michael Zimmermann und Martin Kirschmann gegen einen Ulmer Stürmer gemeinsam die Situation, aber zur Überraschung vieler zeigte Schiedsrichter Michael Fährmann auf den Elfmeterpunkt. Sogar die mitgereisten türkischen Fußball-Fans waren von dieser Entscheidung überrascht – den Strafstoß verwandelte Ali Kanik sicher zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich (70.).
Die Weilheimer zeigten sich wenig beeindruckt und nur wenige Minuten später gelang Nick Strohmaier, ebenfalls durch einen verwandelten Foulelfmeter, das 2:1 (76.). In der Schlussviertelstunde brannten die Limburgstädter ein wahres Feuerwerk ab und der eingewechselte Felix Hummel erzielte noch zwei Tore (81., 83.) zum 4:1-Endstand.
Nur in der Anfangsphase der Partie tat sich der TSV Weilheim recht schwer gegen eine sehr defensiv eingestellte Ulmer Mannschaft. Obwohl die Limburgstädter die überlegene Elf waren, gab es in der ersten halben Stunde keine nennenswerte Einschussmöglichkeit. Dies änderte sich erst, als der Weilheimer Kai Hörsting seinem Gegenspieler enteilen konnte und im Strafraum nur durch ein Foul zu bremsen war. Schiedsrichter Michael Fährmann zögerte keine Sekunde und zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. Diese Chance ließ sich Nick Strohmaier nicht entgehen und erzielte die 1:0 Führung (33.). In der Folgezeit vergaben die Gastgeber ihre Möglichkeiten fast im Minutentakt. Nach einer Vorlage von Steffen Kuch ging ein Kopfball von Marcel Mettang knapp am Tor vorbei (41.). Auch Daniel Heisig hatte kein Glück, als sein Kopfball von Ulms Torwart Edis Özer glänzend pariert wurde (41.). Den Nachschuss setzte Kai Hörsting um wenige Zentimeter neben das Tor. Eine Minute vor der Halbzeitpause scheiterte Carmelo Scaffidi, der Denker und Lenker im Weilheimer Mittelfeld, mit einem platzierten Weitschuss am Gästeschlussmann (44.).
Nach dem Seitenwechsel kamen die Gäste zu ihren ersten Torchancen. Zunächst fischte der Weilheimer Torwart Hannes Ihring einen Freistoß von Ali Kanik gerade noch aus dem Torwinkel (47.) und kurze Zeit später wehrte der Weilheimer Keeper einen Volleyschuss von Tolga Ciftci erneut glänzend ab (49.). Das waren aber die einzigen Möglichkeiten für die Gäste neben dem verwandelten Foulelfmeter. Danach verpassten es die Limburgstädter durch Michael Schweizer (dessen Kopfball lenkte der Gästetorwart über die Querlatte/50.) und Marcel Mettang (der ebenfalls am Torwart scheiterte/67.), für eine Vorentscheidung zu sorgen. In einer überzeugenden Schlussphase war dann fast jeder Schuss ein Treffer. „Seit der 2:3-Niederlage beim TSV Bad Boll haben wir uns stetig gesteigert“, freute sich Trainer Hübbe nach der Partie.me
TSV Weilheim: Ihring – Strohmaier, Zimmermann, Kirschmann, Heisig – Tausch (71. Uluköyli), Scaffidi, Kuch Schweizer (84. Schmid) – Mettang (71. Hummel), Hörsting.
SC Türkgücü Ulm: Özer – Karasoy, Schaab, Pohlandt (21. Yilmaz), Kararmaz – Gündüz, Senyildiz (60. Onay), Bulut Arslan, Kanik, Ciftci (80. Celik) – Burak Arslan.
Tore: 1:0 Strohmaier (33./Foulelfmeter), 1:1 Kanik (70./Foulelfmeter), 2:1 Strohmaier (76./Foulelfmeter), 3:1, 4:1 Hummel (81., 83.).
Gelbe Karten: Hörsting, Strohmaier, Kirschmann, Tausch – Kararmaz, Burak Arslan, Schaab, Karasoy
Gelb Rote Karte: Burak Arslan (63.).
Zuschauer: 200
Schiedsrichter: Michael Fährmann (Bad Friedrichshall)
