Fußball-Kreisliga B6
Weilheim bleibt trotz Punktepolster zurückhaltend

TSV-Coach Pasquale Spagnuolo will noch nicht vom Aufstieg reden.

Favoritenrolle bestätigt: Weilheims „Zweite“ bleibt auch bei der SGEH ohne Punktverlust. Foto: Markus Brändli

SG Erkenbrechtsweiler/Hochwang II – TSV Weilheim II 3:5 (2:3): In einer umkämpften Partie ließ die SG Erkenbrechtsweiler/Hochwang II nie nach, unterlag dem Favoriten aber schlussendlich. Der Tabellenführer TSV Weilheim II hatte nach fünf Minuten das Spiel im Griff. „Wir hatten anfangs zwei bis drei 100-prozentige Torchancen“, sagte Weilheims Trainer Pasquale Spagnuolo. Dann setzte der Regen ein und machte auf dem matschigen Rasen einen geordneten Spielaufbau schwierig. „Das wurde dann ein Kampfspiel über 85 Minuten“, so Spagnuolo. Beide Teams spielten viel über lange Bälle, so Weilheims Trainer, und boten den Zuschauern wohl nicht die sauberste Partie. Dennoch bezeichnete Spagnuolo die Begegnung als „Topspiel, das uns alles abverlangt hat“.

Die Hausherren lobte der Gästecoach für ihren Kampfgeist. Weilheim darf sich über das gute Punktepolster freuen. „Dennoch wollen wir gar nicht vom Aufstieg sprechen“, so Spagnuolo, „in der Rückrunde kann noch viel passieren.“ Tore: 1:0 Kandemir Kilic (10.), 1:1 Tobias Salzer (13.), 2:1 Kilic (29./Elfmeter), 2:2 Salzer (39.), 2:3 Igor Zivkovic (41.), 3:3 Paul Kächele (56.), 3:4 Salzer (83.), 3:5 Denis Muratovic (90.+1).

 

AC Catania Kirchheim II – SGM Ohmden/Holzmaden 3:3 (1:0): „Das tut ein bisschen weh“, sagte Catanias Trainer Maurizio Latte. Nach solider Führung ließen die Hausherren die SGM Ohmden/Holzmaden am Ende doch einen Punkt nach Hause nehmen. „Wir hatten mehr vom Spiel“, betonte Latte, „und nach dem 3:1 müssten wir den Sack zu machen.“ Mitte der zweiten Hälfte hatte Giuseppe Grana das 4:1 auf dem Fuß, scheiterte aber am Gebälk. Die Spielgemeinschaft nutzte die Chance und kämpfte sich bis zum 3:3-Ausgleich kurz vor Abpfiff zurück. Alles in allem lobte Trainer Latte die Kirchheimer trotzdem: „Es war ein super Spiel.“ Nach der bitteren 1:8-Niederlage gegen den SV Nabern zeigten die Catanesen die geforderte Reaktion. Tore: 1:0 Martin Attinger (21./Eigentor). 1:1 Modou Joof (54.), 2:1 Björn Reichert (55.), 3:1 Nick Wongkaew (76.), 3:2 Joof (83.), 3:3 Maximilian Müller (85.).

 

TSV Ötlingen – TG Kirchheim 5:1 (2:1): In der Defensive foulte Spielertrainer Israfil Kilic bereits in der 6. Minute einen Ötlinger, was Referee Andrija Breitenbach als Notbremse bewertete und ihn vom Platz schickte. „Keiner hat verstanden, warum“, sagte Kilic und betonte, dass er nicht der letzte Mann gewesen sei und der Angreifer keinen Zug zum Tor gehabt habe. Die Unterzahl machte sich für die TG erst einmal nicht bemerkbar, und die Gäste sorgten trotzdem für Druck auf die Ötlinger Abwehr. Per Kopfball brachte Liam Krokor dann den Knoten zum Platzen und besorgte den Hausherren den Führungstreffer Mitte der ersten Hälfte. Die Turngemeinschaft hielt dagegen, verkürzte zwischenzeitlich und ging mit einem 1:2-Rückstand in die Pause. „Wir haben gut gekämpft“, lobte Kilic. Nach dem Seitenwechsel „wurde uns ein Elfmeter verweigert“, kritisierte der TG-Spielertrainer, der von einer insgesamt schwachen Leistung des Schiedsrichters sprach. Schließlich hinterließ das lange Spiel in Unterzahl seine Spuren: „Wir waren kaputt.“ Ötlingen nutzte das und baute die Führung zu einem deutlichen Sieg aus. Tore: 1:0 Liam Krokor (23.), 1:1 Tiago Araujo (41.), 2:1 Krokor (44.), 3:1 Fatlum Serefi (80.), 4:1 Krokor (84.), 5:1 Serefi (89.)
Rote Karte: Israfil Kilic (TG Kirchheim).

 

TSV Oberlenningen – TV Neidlingen 0:2 (0:0): Auf dem tiefen und rutschigen Oberlenninger Platz versuchten es beide Teams mit langen Bällen, und es entstand wenig Spielfluss, so Marc Allgaier. Der Neidlinger Pressewart und Spieler betonte, dass beide Teams sich auf Augenhöhe begegneten. „Wir waren aber präsenter und haben im Mittelfeld mehr Bälle gewonnen.“ Als die Gäste mit 2:0 führten, hatte der Oberlenninger Sebastian Pohl den Anschlusstreffer auf dem Fuß: Er trat zum Strafstoß gegen Keeper Lukas Hitzer an. Der Neidlinger Schlussmann gewann das Duell und sicherte seinem Team die weiße Weste. Tore: 0:1 Andreas Gienger (55.), 0:2 Markus Sekan (70.).