Dorfmerkingen. Vor allem in den ersten 20 Spielminuten hatte der Tabellenzweite fast im Minutentakt gute Einschussmöglichkeiten – Hansjörg Mack schoss ans Außennetz (4.), Florian Wille vorbei (11.) und Carlos Uederson Guimaraes brachte gleich zwei Mal das Leder nicht an Weilheims Keeper Bastian Treiber vorbei (17., 21.).
Nur langsam konnte sich der TSV Weilheim aus der Umklammerung lösen und hätte nach einen Kopfball von Marcel Mettang, der an Schlussmann Philipp Schwarz scheiterte, den Spielverlauf fast auf den Kopf gestellt (24.). Auch in der Folgezeit waren die SFD das bessere Team und es war nur eine Frage der Zeit, bis das Führungstor fallen würde. Nach einer Unsicherheit in der Weilheimer Hintermannschaft sah alles danach aus, als Guimaraes alleine aufs Tor zulief, der SFD-Toptorjäger den Ball am Tor vorbeischob (34.).
Nach dem Seitenwechsel ließ die Führung der Gastgeber nicht lange auf sich warten. Zunächst scheiterte Simon Vesel noch allein vor dem Tor an Weilheims Torwart Bastian Treiber, der wieder einmal mehr ein sicherer Rückhalt der Weilheimer Abwehr war. Aber im darauffolgenden Angriff hatte auch Treiber gegen den Schuss von Guimaraes zum 1:0 keine Abwehrmöglichkeit (52.).
Die Dorfmerkinger Freude war aber nur von kurzer Dauer, denn Marcel Mettang war geschickt seinem Gegenspieler Stankowitz entwischt, der sich nur mit einem Foul zu helfen wusste und mit gelb-rot vom Platz flog (54.) – für die SFD eine verhängnisvolle Szene, denn ab diesem Moment spielte nur noch der TSV Weilheim. Allen voran Marcel Mettang, der mit einem sehenswerten Heber über Torwart Philipp Schwarz den 1:1-Ausgleich erzielte (69.). Nur wenige Minuten später gelang dem 24-Jährigen mit einem Volleyschuss sogar das 2:1 (75.). Die Limburgstädter waren nun eindeutig die bessere Mannschaft und nach einer mustergültigen Vorlage von Mettang auf Kai Hörsting bediente dieser den mitgelaufenen Pascal Hartmann, der mit dem Treffer zum 3:1 für die endgültige Entscheidung (87.) sorgte.
Nach dem Schlusspfiff kannte der Weilheimer Jubel keine Grenzen mehr. Nur Trainer Alexander Hübbe und der sportliche Leiter Günther Friess hielten sich zurück. „Wir haben es nicht selbst in der Hand“, meinte Friess in Bezug auf den Klassenerhalt.
Obwohl der TSV Weilheim das dritte Spiel in Folge gewonnen hat, bleibt der Club auf dem viertletzten Tabellenplatz. Dieser würde momentan den direkten Abstieg in die Bezirksliga bedeuten. Bereits am kommenden Mittwoch, wenn die Limburgstädter spielfrei sind, könnte der Abstieg bei entsprechenden Spielausgängen besiegelt werden. In diesem Fall hälfe nur eines: Es darf kein hiesiger Verein aus der Verbandsliga in die Landesliga, Staffel 2 absteigen. In dem Fall könnten die Weilheimer noch über die Relegation den Abstieg verhindern.me
