Während sich die Konkurrenz in der Kreisliga B, Staffel 6, Woche für Woche abmüht, hat der TSV Weilheim II zwei Urlaubswochen hinter sich – und das bei bestem Sonnenwetter. Die Mannschaft von Pasquale Spagnuolo grüßt trotz zweimal spielfrei mit 22 Punkten aus acht Spielen weiterhin von der Tabellenspitze.
Bemerkenswert: Kein anderes Team aus den Top Sechs hat so wenige Partien absolviert. Auf Platz zwei folgt der TSV Jesingen II – mit nur einem Punkt Rückstand, dafür aber bereits vier Spielen mehr. Die derzeit gefährlichsten Verfolger sind daher nicht die „Gerstenklopfer“, sondern die SG Erkenbrechtsweiler-Hochwang II. Zwar steht die Truppe von Alexander Reuss nur auf Platz vier, hat jedoch erst neun Partien bestritten und dabei schon 19 Punkte gesammelt. Das Aufeinandertreffen beider Mannschaften ist daher umso brisanter. „Das ist das Topspiel“, sagt Spagnuolo. „Wir wollen unbedingt gewinnen.“
Zwei Wochen Pause – klingt zwar angenehm, macht die Aufgabe aber nicht gerade einfacher. „So etwas bringt auf jeden Fall den Rhythmus durcheinander. Wenn man jedes Wochenende spielt, ist einfach mehr Dampf dahinter.“ Zwar bestritt die Weilheimer Reserve ein Freundschaftsspiel gegen die TSV Obere Fils, doch das ist mit dem regulären Ligabetrieb kaum zu vergleichen. „Ich bin kein Fan von diesen freien Spieltagen, aber da müssen wir jetzt durch“, meint der bisherige Erfolgstrainer, der so früh in der Saison noch nichts vom Aufstieg wissen will – auch wenn ein Sieg gegen die SGEH den Vorsprung selbst ohne Siege in den Nachholspielen ausbauen könnte. „Fußball ist zu schnelllebig.“ Für die neu gegründete zweite Mannschaft der SGEH hingegen hatten vor der Saison nur wenige einen Platz im oberen Tabellenbereich auf dem Schirm. „Sie sind ein Überraschungsteam – aber ich hatte sie tatsächlich auf dem Zettel“, so Spagnuolo.
Weitere Überraschung
„Ich kann mich nicht erinnern, wann wir zuletzt drei Spiele in Folge gewonnen haben“, sagt Abteilungsleiter Matthias Feller vor der Partie gegen das Tabellenschlusslicht TV Neidlingen II. Die Chancen dafür stehen am Sonntag allerdings gar nicht schlecht. Nach zwei aufeinanderfolgenden Spielzeiten, die der TSV Oberlenningen jeweils unter den letzten drei Tabellenrängen beendete, hätte vor der Saison wohl kaum jemand mit einem solchen Aufschwung gerechnet. Die Mannschaft von Hakan Bayram und Hamit Geckin ist eines von nur drei Teams, das bislang erst acht Partien absolviert hat – steht dadurch zwar nur auf Rang zehn, zeigt aber eine klare Aufwärtstendenz. Die letzten beiden Begegnungen gegen die TG Kirchheim und den TSV Ötlingen wurden beide gewonnen. Ein weiterer Sieg gegen den TV Neidlingen II könnte den TSV daher dem Relegationsplatz ein Stück näherbringen. Aktuell belegt die SGM Ohmden/Holzmaden diesen Rang mit 16 Punkten – bei zwei Spielen mehr.
Platz drei bis fünf das Ziel
Die Mannschaft von Patrick Müller trifft derweil auf den AC Catania Kirchheim II. Beide Teams stehen in der Tabelle zwar vor dem TSV Oberlenningen, befinden sich aber dennoch auf einen der abstiegsgefährdeten Ränge. „Ich erwarte auf dem Kirchheimer Kunstrasen ein schwieriges Spiel“, sagt Müller. Der AC hat zehn seiner insgesamt 13 Punkte zu Hause geholt. Auch personell stehen die Vorzeichen für die Müller-Elf nicht ideal: Mit Federico John (Kreuzbandriss) und Lorenz Maier fehlen zwei wichtige Akteure. „Wir fahren trotzdem nach Kirchheim mit dem klaren Ziel, zu gewinnen“, betont Müller, mit der Ambition, sich langfristig auf dem dritten bis fünften Tabellenplatz festzusetzen.
Die TG Kirchheim und der TSV Ötlingen stehen derzeit auf einem der Abstiegsplätze. Das direkte Duell am Wochenende ist daher richtungsweisend für den weiteren Saisonverlauf. „Ich schätze sie spielerisch stark ein“, erklärt Trainer Gaetano Caruana, der die aktuell gute Form seiner Mannschaft beibehalten möchte. Gegen den TSV Schlierbach und die SF Dettingen II konnte sein Team zuletzt zwei Siege einfahren.

