Landesliga: Bitteres 0:2 beim FC Eislingen
Weilheim macht sich das Leben schwer

Nach der 0:2-(0:1)-Niederlage beim 1. FC Eislingen wird es für den TSV Weilheim immer schwieriger, den Klassenerhalt in der Fußball-Landesliga noch zu erreichen. In einer Partie mit wenigen Höhepunkten nutzten die Gastgeber ihre einzigen beide Chancen zum nicht unverdienten Erfolg.

Eislingen. Was im Fußball letztendlich zählt, sind die Tore – an diese alte Weisheit hat sich der 1. FC Eislingen gestern perfekt gehalten. Insgesamt nur zwei Torschüsse fanden den Weg auf das Weilheimer Gehäuse, beides mal war das Leder im Netz. Die Elf von Trainer Alexander Hübbe machte sich das Leben selber schwer. Obwohl der TSV Weilheim im ersten Spielabschnitt eindeutig mehr Spielanteile besaß, mussten die Limburgstädter mit einem Rückstand in die Kabine gehen.

In der ersten Halbzeit gab es nur drei nennenswerte Möglichkeiten. Die erste Chance führte gleich zur Eislinger Führung. Nach einem Missverständnis zwischen Torwart Dominik Drexler und Daniel Heisig war Pascal Volk der lachende Dritte und schob das Leder aus elf Metern zum 1:0 ins Tor (20.). Danach musste Schiedsrichter Manuel Mahler die Begegnung wegen starken Regens für fünf Minuten unterbrechen.

Nach der Regenpause waren die Gäste die bessere Mannschaft ohne sich jedoch gute Einschussmöglichkeiten heraus zu spielen. Der einzig nennenswerte Torschuss war von Daniel Heisig, der sein Ziel aber um über vier Meter verfehlte (26.). Ansonsten hatten die Weilheimer nicht einen gefährlichen Torschuss zu verzeichnen. Kurz vor der Halbzeitpause hatte der Eislinger Robert Wais eine gute Möglichkeit, aber nach einem sehenswerten Solo war der Abschluss zu schwach und der Ball ging drei Meter über das Weilheimer Tor (43.).

Im zweiten Spielabschnitt überschlugen sich die Ereignisse. Nach einer fragwürdigen Entscheidung von Schiedsrichter Mahler entschied sich der Unparteiische nach kurzem Überlegen auf Strafstoß. Was der Weilheimer Thomas Edelmann absolut nicht verstehen konnte und nach mehrmaligem Reklamieren auch noch die Gelb-Rote Karte sah (47.). Die Elfmeterchance ließ sich Sven Gulin nicht entgehen, verwandelte sehr sicher zum 2:0 (48.).

Schlimmer hätte es für den TSV Weilheim nicht kommen können. Hatte sich die Elf von Trainer Hübbe doch so viel vorgenommen. Nun mussten die Limburgstädter einem Zwei-Tore-Rückstand hinterher laufen und das auch noch mit einem Spieler weniger. Dennoch war der TSV Weilheim in der Folgezeit die überlegenere Mannschaft, aber große Möglichkeiten waren weiterhin Mangelware. Ein Schussversuch von Nico Ruggiero ging drei Meter am Tor vorbei (55.) und auch Deni Kalfic schoss drei Meter über das Eislinger Tor (70.). So sahen die Weilheimer Angriffsbemühungen fast die gesamte Spielzeit aus. Erst in der Schlussphase hatten die Gäste ihre größten Möglichkeiten. Nicolo Incorvaia scheiterte an Torwart Michael Bantle und den Abpraller setzte der eingewechselte Marcel Mettang am Tor vorbei (86.) und nur vier Minuten später traf Daniel Heisig nur den Torpfosten (90.).

Fazit: Mit etwas mehr Glück hätte der TSV Weilheim diese Partie sicherlich nicht verlieren müssen. Nun wird es nicht einfach werden, den drohenden Abstieg noch zu verhindern, zumal Kellerkonkurrent SV Ebersbach, der den Relegationsplatz hält, nach einem 3:2-Sieg in Bad Boll auf vier Punkte enteilt ist.me