Von einer hoffnungslosen Lage will beim Landesligisten unter der Limburg noch niemand reden
Weilheim rechnet mit immer spitzerer Feder

Vor einer schweren Aufgabe steht der TSV Weilheim in der Fußball-Landesliga: Die Limburgstädter empfangen am Sonntag um 15 Uhr den Tabellenzweiten TSV Essingen.

Weilheim. Nur noch fünf Spiele und bereits fünf Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz. Die Aussichten für den TSV Weilheim, auch in der nächsten Saison noch in der Landesliga spielen zu können, sind düster. Trotz der schwierigen Situation sieht Trainer Alexander Hübbe den kommenden Aufgaben zuversichtlich entgegen: „Wir haben eine gute Mannschaft und geben die Hoffnung nicht auf.“

Zum Vergleich: In der vergangenen Saison reichten 34 Zähler für den Nichtabstieg. Das bedeutet für die Limburgstädter, aus den letzten fünf Begegnungen gegen den TSV Essingen (2. Platz) beim FC Germania Bargau (4. Platz) gegen den TSV Bad Boll (6. Platz), bei den SF Dorfmerkingen (1. Platz) und am letzten Spieltag beim SV Hoffeld (Platz 15) müssen elf Punkte geholt werden. Es gibt auch noch andere Hoffnungsquellen: Sollte es dem 1. FC Frickenhausen und den TV Echterdingen gelingen, den drohenden Abstieg aus der Verbandsliga zu verhindern, würden in der Landesliga nur drei Vereine direkt absteigen. Selbst wenn Frickenhausen und Echterdingen absteigen, würden nicht mehr als vier Landesligisten absteigen, bestätigt Staffelleiter Karl-Josef Deutelmoser: „In diesem Fall müssten wir in der nächsten Saison mit 17 Mannschaften spielen und es gäbe dann einen verschärften Abstiegskampf.“

Ob der momentan Fünftletzte SSV Ulm 1846 II in der nächsten Saison überhaupt eine zweite Mannschaft wird stellen können, ist fraglich. Offiziell ist derzeit noch nichts, doch es ist kein Geheimnis, dass die Ulmer in den vergangenen Spielen große Mühe hatten, überhaupt elf Spieler auf den Platz schicken zu können. Ulms Trainer Janusz Gora meinte beim Spiel in Weilheim: „Wir haben gerade noch 20 Mann für beide Mannschaften, deshalb müssen wir immer wieder auf Spieler aus dem A-Junioren-Team zurückgreifen.“

Es gibt also durchaus Chancen für den TSV Weilheim, dem drohenden Abstieg zu entrinnen. Gegen den TSV Essingen haben die Limburgstädter am Sonntag praktisch nichts zu verlieren. Die Gäste sind zwar klarer Favorit, doch die Elf von Trainer Alexander Hübbe hat in dieser Saison schon oft bewiesen, dass sie mit Mannschaften aus dem oberen Tabellendrittel mithalten kann. Die ungeklärte Abstiegsfrage erschwert auch die Planungen für die neue Saison: „Wir fahren auf jeden Fall zweigleisig“, sagt Günther Friess, der sportliche Leiter. Im Falle des Abstiegs dürften einige Spieler den TSV wohl verlassen. So weit ist es aber noch lange nicht, denn bei einem Heimsieg gegen den Tabellenzweiten könnte der Abstand auf den Relegationsplatz auf einen Zähler verkürzt werden, denn auch der SV Ebersbach gegen Spitzenreiter SF Dorfmerkingen und der SSV Ulm II beim seit vier Spielen ungeschlagenen TV Nellingen stehen vor hohen Hürden.me