Weilheim. Der TSV Weilheim wirkte von Beginn an hellwach und spielte befreit auf, während die abstiegsbedrohten Gäste Probleme mit der aggressiven Abwehr und den Kontern des Gastgebers hatten. Weilheim führte schon nach drei Minuten mit 3:0 ehe die Gäste Abstimmungsprobleme in der TSV-Abwehr zum zwischenzeitlichen Ausgleich nutzten. Doch nur zu Beginn war es ein Duell auf Augenhöhe. Nach etwa einer Viertelstunde bekam der TSV Weilheim spürbar Oberwasser. Dies lag vor allem daran, dass Hegensbergs bester Spieler, Arne Helms, mehrfach am Torpfosten, am Weilheimer Mittelblock oder an Bernhard Illi im Tor der Gastgeber scheiterte.
Auf Weilheimer Seite dagegen präsentierte sich Timmy Hiller mit zwölf Toren in herausragender Form. Der TSV Weilheim spielte im Angriff geduldig und setzte die gegnerische Abwehr solange unter Druck, bis sich freie Wurfmöglichkeiten ergaben. So kamen immer wieder Timo Klein von Linksaußen und Dominik Klett vom Kreis zu Toren.
Nach 20 Spielminuten hatte sich der TSV einen beruhigenden 12:6-Vorsprung herausgespielt. Die 17:11-Pausenführung war schon früh in der Partie die Entscheidung, denn auch nach der Halbzeitpause ließ der TSV Weilheim nichts mehr anbrennen. Die Gastgeber konnten sich sogar den Luxus leisten, vier Strafwürfe ungenutzt zu lassen. Von 13:19 (35. Minute) kamen die mit nur acht Feldspielern angereisten Gäste zwar nochmals auf 17:20 (40. Minute) heran. Mehr als ein kurzes Aufbäumen ließen die Weilheimer aber nicht zu. Der TSV forcierte nun wieder seine Defensivarbeit. Wenn dennoch Würfe den Weg Richtung Weilheimer Tor fanden, wurden sie von Alexander Müske pariert. Der Weilheimer Schlussmann sorgte für zusätzliche Stabilität im Weilheimer Spiel. Illi und Müske unterstrichen erneut, dass der TSV Weilheim über das wohl beste Torhüterduo der Liga verfügt.
Drei Angriffe später hatten die Weilheimer die alte Sechs-Tore-Führung wieder hergestellt. Einzig Kreisläufer Armin Lechner und Arne Helms bereiteten den Weilheimern über die gesamte Spielzeit enorme Probleme. Insgesamt jedoch bot der TSV Weilheim eine gute Abwehrleistung. Die SG Hegensberg-Liebersbronn kämpfte unermüdlich, den Angriffsaktionen fehlte aber zu häufig die nötige Durchschlagskraft. Am Ende hatte der Tabellendritte mit 31:23 den vierten Sieg in Folge unter Dach und Fach.
Die Generalprobe für das am kommenden Wochenende anstehende Topspiel gegen Liga-Spitzenreiter HT Uhingen-Holzhausen ist damit gelungen. Die Uhinger führen die Tabelle mit erst einer Niederlage weiterhin an. Wenn der TSV Weilheim seine Leistung aus den letzten Spielen auch am kommenden Spieltag abrufen kann, ist ein Sieg möglich. Daran wollen die Weilheimer alles setzen.pa
TSV Weilheim: Illi, Müske; Hiller (12/5), Klein (5), Klett (5), Banzhaf (3), Seyferle (2), Auweter (1), S. Sigel (1), T. Sigel (1), F. Zettl (1/1), Reimann, D. Zettl
SG Hegensberg-Liebersbronn: Klumpp, Clauß; Lechner (8/1), Helms (8/1), Fingerle (3/1), M. Bayer (2/1), Frohna (2), C. Bayer, Kächele, Kappel
