Der TSV Weilheim hat ein sportlich herausragendes Jahr mit einem wichtigen Sieg abgerundet. Das 1:0 gegen den 1. FC Frickenhausen lässt die Limburgstädter nicht nur mit einem positiven Gefühl in die Winterpause der Fußball-Bezirksliga gehen – sie überwintern auch vor dem Lokalrivalen aus Kirchheim, ein echter Prestigeerfolg für den Aufsteiger.
Matchwinner des Tages war Finn Schubarth, der kurz nach Wiederanpfiff zuschlug. Weilheim blieb auch danach stabil, verteidigte leidenschaftlich und zwang Frickenhausen immer wieder zu Fehlern. Der FCF, der nach gutem Saisonstart zunehmend ins Straucheln geraten ist, fand kaum Lösungen und muss nun wieder nach unten schauen: Nur vier Punkte trennen die Mannschaft von den Abstiegsplätzen.
Beim TSV hingegen herrschte nach dem Abpfiff Zufriedenheit pur zu spüren. Ein erfolgreicher Hinrundenausklang und eine Winterpause, die sich angenehmer kaum anfühlen könnte.
Jesinger hadern mit dem Schiri
Lokalrivale TSV Jesingen hat sich am gestrigen Sonntag gegen den Tabellenzweiten 1.FC Donzdorf zwar teuer verkauft, am Ende aber trotzdem klar verloren. 0:3 hieß es am Ende gegen das Team von Cheftrainer Manuel Doll, das einerseits Effizienz bewies und, aus Jesinger Sicht, das Glück einer sehr großzügigen Schiedsrichterlinie auf seiner Seite hatte.
„Schade, dass wir heute so deutlich verloren haben. Wir haben uns eigentlich von einer guten Seite präsentiert, haben viel Disziplin und Einsatz gezeigt“, resümierte Jesingens Vorstand Sven Andler. Tatsächlich hatte die Partie vielversprechend begonnen, bis eine strittige Szene die Hausherren kalt erwischte: Nach einem Jesinger Foul hob der Schiedsrichter auf Höhe der Mittellinie die Hand – für die Meisten in der Situation ein klares Signal zum Freistoß. Der TSV schaltete einen Moment ab, Donzdorf spielte einfach weiter und vollendete den Angriff, der als Vorteil weiterlief, zur Führung. „Wenn man verliert, ist das kein Weltuntergang. Aber solche Szenen sind natürlich schwer zu schlucken“, sagte Andler.
Auch das abschließende 0:3 – nach dem zwischenzeitlichen 0:2 per Elfmeter – entsprang einer diskussionswürdigen Schiedsrichterentscheidung: Donzdorf traf, der Unparteiische hob erneut sofort den Arm und zeigte Abseits an – und entschied wenige Sekunden später plötzlich doch auf Tor. „Ich bin wirklich noch nie nach dem Spiel zum Schiedsrichter gegangen. Aber heute musste ich es tun“, berichtete Andler. „Er sagt dann sogar selbst, dass es keine gute Leistung war. Naja…“
Am Ende stand Jesingen trotz engagierter Vorstellung mit leeren Händen da.
Platzverweis als Knackpunkt
Sechs Siege am Stück, nun ein bitterer Nachmittag in Plochingen: Der VfL Kirchheim hat seine Erfolgsserie mit einem deutlichen 0:4 beendet und damit ein wenig den Anschluss an die Spitzenplätze verloren. Plochingen dagegen verschafft sich mit dem unerwartet klaren Heimsieg ein kleines Polster im Tabellenkeller.
„Wir haben eigentlich gar nicht so schlecht begonnen“, sagte VfL-Stürmer Argjend Shalaj. „Auf dem tiefen und schmierigen Platz war es definitiv nicht leicht zu spielen.“ Umso ärgerlicher, dass Kirchheim nach einer Viertelstunde durch einen regelrechten Sonntagsschuss in Rückstand geriet: Kiriakos Konstantinidis traf per sattem Volley zum 1:0.
Nur fünf Minuten später folgte der nächste Nackenschlag: Nach einem Standard köpfte Lukas Gehret das 2:0 und die Teckstädter wirkten erstmals leicht angezählt. Richtig verhärtete sich das Spiel aber erst nach einer halben Stunde, als Nico Bihn die Ampelkarte sah und der VfL fortan in Unterzahl war. „Das hat uns natürlich enorm beeinträchtigt“, so Shalaj. „Wir waren zwar bemüht, in Unterzahl noch irgendwas rauszuholen. Aber da wurden wir dann in der zweiten Hälfte eiskalt ausgekontert.“ Plochingen nutzte die Räume konsequent, legte zwei weitere Treffer nach und besiegelte so eine aus Kirchheimer Sicht gebrauchte Auswärtsfahrt.
„Wir haben gut gekämpft und uns nicht aufgegeben. Aber es war heute unter den Umständen einfach nicht mehr drin“, bilanzierte Shalaj. Für den VfL gilt nun: Mund abputzen und im kommenden Jahr weitermachen. Immerhin: die Entwicklung der vergangenen Wochen gibt genug Anlass dazu.

