Echterdingen. Der Weilheimer Trainer Alexander Hübbe nahm die Punkteteilung gelassen: „Am Ende konnten wir froh sein, dass wir nicht noch verloren haben.“ Dabei stand seine Mannschaft unter Zugzwang, weil die Konkurrenz im Aufstiegsrennen bereits am Samstag ihre Spiele gewonnen hatte und der TSV Weilheim nachlegen musste, um den zweiten Platz zu verteidigen. Chancen dafür waren vorhanden. Vor allem in der ersten Hälfte waren die Limburgstädter die bessere Mannschaft, konnten aber eine Vielzahl von guten Einschussmöglichkeiten nicht in Tore ummünzen.
In der Anfangsphase konnten sich die Weilheimer jedoch bei ihrem Torwart Bastian Treiber bedanken, nicht in Rückstand geraten zu sein. Zunächst entschärfte der Weilheimer Keeper einen Schuss von Nils Schaller (16.) und wenige Minuten später konnte Treiber einen Weitschuss von Dennis Zschorsch gerade noch über den Querbalken lenken (20.). In den ersten 20 Minuten konnten die Gastgeber das Spiel ausgeglichen gestalten, der TSVW verstand es zunächst nicht, die Echterdinger Abwehr in Verlegenheit zu bringen. Die beste Chance gab es nach einer Kopfballvorlage von Kai Hörsting durch Ferdi Er. Aber der Echterdinger Torwart Serdar Kurt konnte gerade noch abwehren (23.). Danach wurden die Gäste immer stärker und nach einer Unachtsamkeit in der Echterdinger Hintermannschaft war es wiederum Hörsting, der das Leder knapp am Tor vorbei setzte (30.). Nur zwei Minuten später schaute Hörsting den Echterdinger Torwart ungläubig an, als dieser seinen Kopfball aus kürzester Distanz noch aus dem Tor befördern konnte (32.). Noch vor dem Seitenwechsel hatten auch Steffen Kuch (40., Lattentreffer) und Michael Schweizer (45., knapp am Tor vorbei) kein Glück. „In dieser Phase müssen wir einfach ein Tor schießen“, ärgerte sich der Weilheimer Trainer nach dem Spiel.
Im zweiten Spielabschnitt konnten die Gäste Hübbes Vorgaben nicht mehr umsetzen. „Wir haben Echterdingen zu viel Spielraum gelassen und viel zu spät gestört“, analysierte der TSVW-Coach.
Dass die Gastgeber eine gute Mannschaft besitzen, stellten sie im zweiten Durchgang unter Beweis. Es entwickelte sich ein abwechslungsreiches Spiel mit mehr Möglichkeiten für den TVE. Die beste Chance hatte der ehemalige Kirchheimer Marcel Helber, der alleine vor dem Tor an Weilheims bestem Akteur Torwart Treiber scheiterte (57.). Auch in der Folgezeit waren es die Gastgeber, die bemüht waren, das Spiel gewinnen zu wollen, aber gegen eine wiederum gut stehende Weilheimer Abwehr gab es kaum ein Durchkommen. Wenn es einmal gefährlich wurde, dann durch Weitschüsse, die zum Teil aber nur um wenige Zentimeter am Weilheimer Tor vorbeistrichen.
Aufgrund der unterschiedlichen Spielanteile und Tormöglichkeiten war es nicht verwunderlich, dass sich beide Trainer nach dem Schlusspfiff einig waren, eine gerechte Punkteteilung gesehen zu haben. „Schade, dass wir zum Schluss nicht noch gewonnen haben, aber wir konnten auch froh sein zur Halbzeit nicht in Rückstand geraten sein“, meinte Echterdingens Trainer Aleksandar Kalic.me
TV Echterdingen: Kurt – Rizzo, Brodbeck, Haselmaier, Garcia-Franco – Hertel (57. Lukac, 72. Habte), Mayer, Helber, Zschorsch, Kroer (70. Seiler) – Schaller
TSV Weilheim: Treiber – Gabriel, Elsässer, Heisig, Großhans –Schweizer (58. Zaglauer), Kuch, Polat, Er, Latte (69. Haußer) – Hörsting (83. Hummel)
Tore: Fehlanzeige
Gelbe Karten: Garcia-Franco – Heisig, Hörsting, Schweizer
Zuschauer: 150
Schiedsrichter: Ruben Gihr (Rottweil)