Weilheim. Bis auf den langzeitverletzten Nico Ruggiero sowie Nick Strohmaier, der in ein oder zwei Wochen wieder spielen kann, steht TSVW-Trainer Alexander Hübbe der komplette Kader zur Verfügung. In dieser Saison haben die Limburgstädter eine Mannschaft zusammengestellt, die nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ breit aufgestellt ist. „Wir haben für Weilheimer Verhältnisse einen verdammt großen Kader“, staunt Hübbe, der nach zuletzt nur einem Punkt aus zwei Spielen (0:2 beim SF Dorfmerkingen, 0:0 gegen den SC Geislingen) nicht von einem Rückschritt seines Teams sprechen mag: „Nur die erste Halbzeit gegen Geislingen hat mich enttäuscht.“ Im zweiten Durchgang waren die Limburgstädter bemüht, aber im Abschluss ist in den vergangenen Wochen irgendwie der Wurm drin.
Vor allem bei Toptorjäger Kai Hörsting, der seit sieben Spielen auf ein Erfolgserlebnis wartet. Seinen letzten Treffer erzielte der 28-Jährige am 16. September gegen den TSV Münster. „Kai gibt in jedem Spiel immer alles und hatte in den letzten Spielen auch keine nennenswert guten Einschussmöglichkeiten“, lobt Hübbe seinen Goalgetter dennoch. Trotz der kleinen Tormisere (seit 237 Spielminuten gab es kein Weilheimer Tor mehr) ist Hübbe zuversichtlich, dass sich dies bald ändern wird: „Wer die Jungs im Training beobachtet und sieht, mit welchem Eifer sie bei der Sache sind, ist sicher, dass sie sich bald wieder dafür belohnen werden.“
Mit 21 Punkten aus zwölf Spielen haben sich die Limburgstädter für die restlichen Spiele eine komfortable Ausgangsposition geschaffen. In den nächsten fünf Begegnungen bis zur Winterpause wird sich zeigen, ob der TSVW zu den Spitzenteams der Landesliga gezählt werden darf. Bis auf das Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten FV Sontheim steht der Elf von Trainer Hübbe ein schweres Restprogramm bis zur Winterpause bevor. Nach dem Sontheimer Spiel geht es zum Verbandsligaabsteiger TSV Essingen, danach kommt Tabellenführer FC Heiningen, und zum Jahresabschluss erwartet man in einem weiteren Heimspiel die zweite Mannschaft des VfR Aalen.
Und der sonntägliche Gegner? Der TSV Deizisau durchlebt bisher eine durchwachsene Saison. Mit 15 Punkten steht die Elf von Trainer Tonio Pepe auf dem zehnten Tabellenplatz und ist dabei nur einen Zähler vom Abstiegsrelegationsplatz getrennt. „Wir haben großes Verletzungspech und deshalb sind unsere Leistungen recht unterschiedlich“, weiß Pepe, der auch gegen den TSV Weilheim wieder auf vier Stammkräfte verzichten muss. „Jetzt müssen halt andere Spieler in die Bresche springen“, fordert der ehemalige Trainer des VfL Kirchheim II.me
