Lokalsport
Weilheimern winkt der Gipfelsturm

Nach 14 Spieltagen haben sich in der Fußball-Landesliga vier Mannschaften in der Tabelle etwas abgesetzt. Mittendrin: der TSV Weilheim. In den letzten drei Spielen vor der Winterpause können die Limburgstädter zeigen, ob sie innerhalb des Spitzenquartetts überwintern können. Am Sonntag winkt im günstigsten Fall sogar der Sprung auf Platz eins.

Weilheim. Zum letzten Auswärtsspiel in diesem Jahr geht es für den TSV Weilheim am kommenden Sonn­tag ab 14.30 Uhr zum TSV Essingen. Dort winkt ihnen der vorläufig größte Erfolg ihrer Landesliga-Geschichte. Bei eigenem Sieg und einer Niederlage von Spitzenreiter VfR Aalen II morgen in Heiningen würden die Weilheimer die Tabellenführung übernehmen.

Angesichts dieser Ausgangslage ist TSVW-Trainer Alexander Hübbe bemüht, auf die Euphoriebremse zu treten. „Man darf nicht vergessen, dass wir vergangene Saison erst in der Relegation den Klassenerhalt geschafft haben.“ Unabhängig davon überzeugte sein Team – von den Durchhängern gegen Ebersbach (1:3) und Dorfmerkingen (0:2) abgesehen – bislang durchweg mit beständigen Leistungen. Diese sind vor allem dem im Vergleich zur Vorsaison qualitativ besser besetzten Kader zu verdanken, der Woche für Woche gut arbeitet. „Es macht richtig Spaß, meinen Jungs beim Training zuzusehen“, lobt der Weilheimer Trainer.

Mit den beiden Urlaubsrückkehrern Michael Schweizer (Mexiko) und Michele Latte (Paris) stehen Hübbe für das Spiel in Essingen zwei weitere Alternativen zur Verfügung. Allerdings hat der TSVW zuletzt ohne das Duo zwei Siege eingefahren – never change a winning team?

Verkehrte Welt derweil beim sonntäglichen Gegner TSV Essingen, der eigentlich um die ersten fünf Plätze mitspielen wollte. Nach sechs Spieltagen stand das Team von Edgar „Euro-Eddy“ Schmitt mit nur einem Sieg auf dem letzten Tabellenplatz. Die Folge: Der ehemalige Bundesligaprofi verließ den Verein in beiderseitigem Einvernehmen. „Edgar Schmitt musste aus beruflichen Gründen etwas kürzertreten. Außerdem blieb uns aus sportlichen Gründen auch nichts anderes übrig“, erklärt Essingens Abteilungsleiter ­Siad Esber. Mittlerweile wird der Verbandsligaabsteiger von Helmut Dietterle trainiert. Seit seiner Amtsübernahme konnte der TSV Essingen aus den vergangenen acht Spielen 14 Zähler holen und verbesserte sich damit auf den elften Tabellenplatz.me