Der TSV Weilheim muss in der Handball-Landesliga weiterhin auf wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg warten. Im Heimspiel gegen den TV Neuhausen/Erms II unterlag der TSV am Samstag mit 32:38 und bleibt damit Tabellenletzter mit vier Punkten Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz. Während die Weilheimer vor allem im ersten Durchgang offensiv überzeugten, fehlte über die gesamte Spielzeit hinweg die nötige Stabilität in der Defensive – und auch die Emotionen, um dem Spiel in der entscheidenden Phase eine andere Richtung zu geben.
Dabei war der TSV gut in die Partie gestartet und fand im Angriff immer wieder Lösungen. Allerdings zeigte sich bereits in dieser Phase das Hauptproblem des Spiels: In der Defensive bekam der TSV die Gäste zu selten gestoppt. Neuhausen nutzte immer wieder Lücken in der Abwehr, besonders über Luca Schur, Morris Setzer und die Trenkle-Brüder. Weilheim hielt vor allem offensiv dagegen und glich kurz vor der Pause durch Paul Rauner zum 18:18-Halbzeitstand aus.
Nach dem Seitenwechsel sorgten vor allem Leonard Real und Jan Renneberg dafür, dass Weilheim mithalten konnte. Beim 21:21 war das Spiel völlig offen. Das änderte sich, als Neuhausen Unstimmigkeiten in der Weilheimer Defensive konsequent ausnutzte und sich so Schritt für Schritt absetzte. Während Weilheim im Angriff weiterhin zu Treffern kam, fehlte die nötige Konsequenz in der Abwehr für eine Aufholjagd.
Dass die entscheidenden Prozente an diesem Abend fehlten, wurde in den letzten zehn Minuten deutlich. Neuhausen baute den Vorsprung kontinuierlich aus, während beim TSV eine Reaktion ausblieb. In der kommenden Trainingswoche dürfte in Weilheim die Abwehr im Blickpunkt stehen. Mit der Offensivleistung wäre gegen die Ermstäler deutlich mehr möglich gewesen. js
Spielstenogramm
TSV Weilheim: Latzel, Kruschina; Renneberg (6), Ulmer (3), Negwer (5/2), Hartmann, Schumacher, Rapp (3), Martin (4), Stark, Goll (4), Stelzer, Rauner (3), Real (4)

