Weilheim/Kirchheim. Wer soll den TSV Weilheim auf seinem Weg an die Tabellenspitze noch stoppen? Diese Frage stellte sich nach den überzeugenden Leistungen der letzten beiden Spiele (beim 3:1 gegen den VfL Kirchheim und beim 3:0 gegen den 1. FC Heiningen) ernsthaft. Wie die Limburgstädter ihre Gegner besiegen, ist beeindruckend. Der 1. FC Heiningen zählt zu den Topfavoriten auf den Aufstieg in die Verbandsliga und hatte in Weilheim nicht den Hauch einer Chance. Weiterhin stapelt der Weilheimer Trainer Alexander Hübbe allerdings tief: „Für mich ist der SC Geislingen der eindeutige Favorit.“ Dabei könnte seine Mannschaft – falls der TSV Essingen beim TSV Bad Boll nicht gewinnt – an die Tabellenspitze springen.
Das Wort Aufstieg will von den Verantwortlichen des TSV Weilheim keiner in den Mund nehmen. „Unser Ziel ist es, vorne mitzuspielen, aber mit dem TSV Essingen, dem 1. FC Heiningen, dem SC Geislingen und den SF Dorfmerkingen gibt es für mich vier Mannschaften, die aufsteigen wollen. Wir befinden uns in der Warteschleife“, sagt der Weilheimer Übungsleiter. Dabei sind die Limburgstädter in 2014 noch stärker einzuschätzen, wenn die verletzten Spieler Michael Zimmermann und Mike Tausch und der Weltreisende Marcel Mettang in den Kader zurückkehren. „Unser Kader ist glänzend besetzt“, gibt Hübbe zu. Gegen den SC Geislingen muss er mit Nick Strohmaier (Rot-Sperre) und Martin Kirschmann (Muskelfaserriss) auf seine komplette Innenverteidigung verzichten.
Rundum zufrieden ist derzeit der Geislinger Spielertrainer Benjamin Geiger: „Wir haben bisher mehr erreicht, als wir uns das vor der Saison erhofft hatten.“ Nur aufgrund des schlechteren Torverhältnisses gegenüber Spitzenreiter TSV Essingen steht der SCG auf Platz zwei. Nun will die Elf von Trainer Benjamin Geiger diese Spitzenposition verteidigen: „Ein Punkt würde uns in Weilheim reichen.“ Mit den Verletzten Daniel Zuljevic und Nicola Orlando muss er möglicherweise auf zwei wichtige Offensivkräfte verzichten. Der SC Geislingen war im Übrigen die Mannschaft, die den TSV Weilheim in dieser Saison zum letzten Mal bezwang (beim 2:1 am 1. September). Seither blieben die Limburgstädter in zwölf Spielen ungeschlagen.
Voraussichtlich bis zur Winterpause muss VfL-Trainer Erol Sarikoc auf Daniel Cisternino (Rote Karte gegen den TSV Weilheim) und Goalgetter Fatih Özkahraman (Rote Karte beim TSV Weilimdorf) verzichten. „Das ist sehr bitter. Wir müssen das Beste daraus machen“, gibt Sarikoc vor. Obwohl ihm derzeit nur ein Kader von 14 Spielern zur Verfügung steht, ist er zuversichtlich. „Ich sehe bei meiner Mannschaft – obwohl wir aus den letzten drei Spielen nur einen Zähler geholt haben – einen leichten Aufwärtstrend.“
In Köngen sind sie angesichts des „angeschlagenen Boxers“ derweil vorsichtig. „So leicht wie in der Vorrunde wird es dieses Mal nicht gegen den VfL Kirchheim“, prophezeit Trainer Harald Mangold. Seinerzeit gewann seine Mannschaft im Kirchheimer Stadion mit 4:0. Erneut muss Mangold auf wichtige Leistungsträger verzichten. „Ich bin etwas überrascht, dass meine Mannschaft trotz der personellen Engpässe in den letzten vier Spielen vier Punkte holte“, sagt Mangold.